Liebe Leser, 

wie vorgestern versprochen – siehe hier – werden wir uns heute noch einmal mit dem Untergang von Thomas Cook beschäftigen. Der Konkurs des ältesten Reisekonzerns der Welt hat wahrlich epische Folgen. Dass Thomas Cook insolvent gegangen ist, war ein Schock für die ganze Reisebranche. Aber was bedeutet das für Sie?

Leider wird einmal mehr das ohnehin schon seit Jahren krisengeplagte Griechenland bitterhart getroffen. Traurig, aber wahr. In Griechenland befürchten wegen des Konkurses der Thomas Cook nicht nur die Hoteliers einen wirtschaftlichen Tsunami. Die erste Einschätzung des Verbands Griechischer Touristikunternehmen (SETE) veranschlagt den Schaden in der Branche auf zwischen 250 bis 500 Mio. Euro. 

Nur Spitze des Eisbergs? 

Der Zusammenbruch von Thomas Cook scheint jedoch nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Viele Folgen werden sich offen erst später zeigen. Die Hoteliers mussten ja über die Sommermonate hinweg schon auf die eingeplanten Einnahmen von Thomas Cook verzichten. Damit fällt bzw. fiel in der umsatzstärksten Zeit des Jahres die Einnahme-Basis weg. Ein Desaster. Viele Hotels hatten ferner mit Thomas Cook auch für das nächste Jahr Exklusivverträge abgeschlossen. Und nun droht ihnen selbst die Schließung. Weitere Probleme gibt es für Hotels, die von Reiseveranstaltern einen Teil der Gelder unter der Bedingung im Voraus erhielten, ihre Anlagen zu renovieren. Diese schaffen es nun oftmals nicht, ihre Schulden gegenüber Bauunternehmen oder Banken zu tilgen. Und vergessen wird auch die Vielzahl kleiner Unternehmen, die in Zusammenhang mit dem Tourismus tätig sind. Die sind auch voll betroffen. Da werden einige Autovermieter und andere Dienstleister mit in den Bankrott gehen. 

Unter dem Strich hängt ein ganzer Rattenschwanz an Problemen hinter dem Untergang von Thomas Cook. Und das ausgerechnet noch in Griechenland, das ja ohnehin schon extrem schlecht dasteht. Die Thomas Cook-Griechenland Debatte wird in folgendem Video genauer erklärt:

Thomas Cook insolvent: Was sind die Folgen?

Wir haben uns ja in diesem Jahr vor Ort von der Malaise überzeugen können. Falls Sie das auch so machen wollen, ist es ratsam, hier beim griechischen Hotelier vor der Reise einfach anzurufen und so zu buchen. Oftmals bekommt man zum selben, oder gar geringeren Preis ein besseres Zimmer. Und man wird auch mitunter bevorzugt behandelt. 

Dazu braucht es auch keinen Thomas Cook oder anderen Reiseveranstalter. Und das Geld kommt dann auch beim Hotel vor Ort an. Probieren Sie es einfach mal aus, falls sie mal nach Griechenland verreisen wollen. Das können wir an der Stelle nur empfehlen: trotz der Dauerkrise fühlten wir uns menschlich vor Ort dort extrem wohl. Zweifelsohne und ohne wenn und aber. 

Wie auch immer, auch in deutschen Landen steht nach Jahren des Schein-Booms nun eine längere Krise an. Dazu werden wir uns aber am morgigen Tage äußern.

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