Liebe Leserin, lieber Leser,

als in Südamerika am Vatertag dieses Jahrs der Strom ausfiel – siehe auch unseren Artikel dazu hier -, brach auch die Wasserversorgung zusammen. Die Pumpen fielen aus und bei den Menschen kam folglich kein Tropfen mehr aus der Leitung. Das Trinkwasser wird knapp! Glücklich waren all jene, die über ausreichend Vorräte oder andere Kapazitäten – Stichwort Brunnen mit Handpumpe, mehr dazu hier: – verfügten.

Das Trinkwasser wird knapp: Wassermangel auf der Agenda

Zweifelsohne ist Wasser ein knappes und kostbares Gut. Schon im Jahr 2015 war es das Davoser Weltwirtschaftsforum, das Wasserknappheit als die größte Gefahr des kommenden Jahrzehnts anerkannte. Dem jüngsten Weltwasserbericht der Vereinten Nationen zufolge haben weltweit 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu trinkbarem und durchgängig verfügbarem Trinkwasser. Jeder sechste Mensch auf der Erde ist mit akutem Wassermangel konfrontiert. Sage und schreibe 4,3 Milliarden Menschen müssen auf sanitäre Einrichtungen wie Toiletten in ihren Wohnungen bzw. Unterkünften verzichten.

In den noch relativ wasserreichen Ländern wie Deutschland verbraucht jeder Bürger im Schnitt 120 Liter Wasser am Tag. Zum Vergleich, der UNO zufolge würden 20 Liter Wasser pro Mensch und Tag ausreichen. Durch einen kurzen Gang in die Dusche wird in Deutschland pro Mensch mehr Wasser verbraucht als den meisten anderen Menschen auf der Welt überhaupt zur Verfügung steht. Leider ist nur rund ein Prozent der Wasservorräte weltweit als Trinkwasser verfügbar.

Ohne Wasser kein Leben

Fakt ist jedenfalls, dass ohne Wasser menschliches Leben nicht möglich ist. Ohne Wasser kann weder Landwirtschaft noch industrielle Fertigung oder ähnliches betrieben werden. Wenn es hart auf hart kommt, können wir maximal vier Tage ohne das Lebensmittel Nr. Eins auskommen. Zugegeben, in deutschen Landen ist das Thema Wassermangel noch nicht wirklich ganz oben auf der agenda angekommen. Nichtsdestotrotz schlägt nach dem Dürre-Sommer 2018 das Umweltbundesamt Alarm. Das Amt rechnet auch in Deutschland mit Konflikten um das immer knapper werdende Gut Wasser.

Es ist also dringend angeraten, das Thema sehr, sehr ernst zu nehmen und soweit möglich äußerst achtsam mit dieser Ressource umzugehen. Und wir sollten uns auch bestmöglich auf den Tag X vorbereiten, an dem wie in Argentinien eines Tages kein Wasser mehr aus der Leitung kommt. Mehr dazu in den kommenden Ausgaben.

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