Liebe Leser, 

neben der Thematik Stromausfall beschäftigt und plagt uns die weltweite Wasserkrise, die wir schon hier angesprochen haben. Diese wird ja immer noch massiv unterschätzt. Jedenfalls fällt die Bericherstattung bestenfalls dürftig aus. Trinkwassermangel weltweit: Wie schlimm ist die Lage wirklich?

Extreme Wassernot in Chile 

Mit Blick auf Südamerika lag ja in den letzten Wochen der massenmediale Fokus extrem auf den Bränden im Regenwald des Amazonasgebiets. Gleichzeitig erleben wir aber in Chile eine epische Tragödie, über die die Weltöffentlichkeit nur extrem dürftig informiert wird. Traurig, aber leider wahr. Nur durch einen Zufall wurde uns zugetragen, dass die Chilenen unter der schlimmsten Wasserkrise aller Zeiten leiden. Selbst die Verantwortlichen der Regierung mußten dies jüngst einräumen. 

Trinkwassermangel weltweit: Epochales Tiersterben 

Die Folgen dieser Wasserkrise können in ihrer Dramatik kaum mehr überblickt werden. Bislang seien der chilenischen Regierung zufolge bereits mehr als 106.000 Tiere an Wasser- und Futtermangel gestorben. Allen voran seien Ziegen, Rinder und Schafe betroffen. Die Wasserkrise hat zu einem Zusammenbruch der Bewässerungssysteme in verschiedenen Provinzen in ganz Chile geführt. Hunderttausende Menschen – erste Schätzungen sprechen von 600.000 Menschen – müssen mittels Tankwagen mit Wasser versorgt werden. 

Trinkwassermangel weltweit
photo credit: unsplash.com

Zu den betroffenen Regionen gehören u. a. Atacama, Coquimbo, Valparaíso, Metropolitana, O’Higgins,Maule und Valparaíso. Die Behörden haben für zahlreiche Gemeinden Notstandsverordnungen erlassen. Die Provinzen Coquimbo und Valparaíso wurden zum Katastrophengebiet ausgerufen. 

Ja, die Wasserkrise in Chile und deren dramatische Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt steht fast nirgends auf der agenda. Vielleicht ändert sich das ja auch mit Hilfe unserer Ausführungen. 

Wie auch immer, wir sehen sehr schön, dass es sich um eine globale Krise handelt. Und vor Ort, lokal, werden wir nicht aus der Verwantwortung genommen, uns auch bestmöglich auf Wasserknappheit einzustellen. Die nötigen Infos habe wir Ihnen ja bereits schon geliefert, unter anderem in diesem Artikel.

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