Liebe Leser, 

gestern ging es ja hier darum, dass in Deutschland Verteilungskonflikte ums Wasser drohen. Zwangsläufig. Heute werden wir Ihnen wie versprochen vorstellen, wie der Staat die Trinkwasserversorgung im Notfall handhabt.

Trinkwasser ist ohne Zweifel das wichtigste Lebensmittel für den Menschen. Die ständige Verfügbarkeit einer Mindestmenge dieses kostbaren Gutes genießt daher im Rahmen der staatlichen Vorsorgeverpflichtung eine außerordentlich wichtige Stellung. 

Trinkwasserversorgung: Wassersicherstellungsgesetz im Fokus 

Im Rahmen dieser Verpflichtung wird in Deutschland die Trinkwassernotversorgung im Wassersicherstellungsgesetz (WasSG) geregelt. Dieses Gesetz kennen selbst in einschlägigen Kreisen nur wenige Insider. Unter dem Strich soll jedenfalls die Versorgung der Bevölkerung in Deutschland mit überlebensnotwendigem Trinkwasser im Verteidigungsfall geregelt werden. Eine Grundversorgung soll sichergesellt werden. 

Die vorgesehene Wassermenge pro Person und Tag wurde vom Bund dabei auf 15 Liter festgelegt. Darüber hinaus muss Trinkwasser für Krankenhäuser und andere vergleichbare Einrichtungen, Betriebswasser für überlebenswichtige Betriebe, sowie auch Wasser für Nutztiere bereitgestellt werden.

Hier finden Sie weitere Information zur empfohlenen Wasserzufuhr.

5000 Trinkwassernotbrunnen vorhanden 

Bisher hat der Bund unter anderem über 5.000 Trinkwassernotbrunnen und -quellen geschaffen, die bei Ausfall der öffentlichen Wasserversorgung zur Notversorgung eingesetzt werden können. Es handelt sich hierbei um leitungsnetzunabhängige Anlagen, die sich in der Regel unmittelbar in Wohngebieten von Großstädten und Ballungsräumen befinden. Ganz gewiß liegt auch in ihrer Nähe ein solcher Brunnen, den sie bis jetzt vielleicht noch nicht kennen. 

Die Lage der Notbrunnen wurde jedenfalls so gewählt, dass sie jederzeit leicht zugänglich sind und die Wege für die Bevölkerung nicht unzumutbar lang werden. 

Die Anlagen sind ferner so konzipiert und ausgestattet, dass sie jederzeit in Betrieb genommen werden können. Sowohl ihre Leistung, als auch die Wasserqualität sind geregelt und werden, genau wie die Betriebsfähigkeit der Anlagen, in regelmäßigen Zeitabständen überprüft. Die Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes erfolgt im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung. Mehr Infos zur Trinkwassernotversorgung gibt es in der folgenden Broschüre.

Hätten Sie es gewußt, dass es so viele Notbrunnen in Deutschland gibt? Das wissen wohl nur wenige Insider. Sie gehören jetzt zu diesem elitärem Kreis. 

Dennoch ist es weiter extrem ratsam und wichtig, den einigen Wasservorrat zu Hause zu haben. Über die Details erfahren Sie hier mehr!

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