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29. August 2021Beitrag von Paul Junker

Überleben in Menschenmengen und bei Panik

Eine der großen Katastrophen in einer an sich wenig krisenhaften Situation sind Menschenmassen, die in Panik geraten. Immer wieder gibt es derartige Unfälle in Fußballstadien oder bei anderen Veranstaltungen, die oft genug mit Todesfällen enden. Das muss nicht zwingend passieren. Du solltest die Überlebensbedingungen in solchen Situationen kennen und verinnerlichen.

Nicht mit der Masse gehen

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Das grundsätzliche Problem ist der Umstand, dass wir uns noch immer wie Herdentiere verhalten. Wenn die Spitze einer Bewegung einem – vermeintlichen – Ausgang entgegenströmt, wird es gefährlich. Ist dies eine Tür, die sich nicht öffnen lässt oder ein Hindernis, das nicht schnell genug überwunden ist, bewegt sich die Spitze langsamer als die Masse an sich. Dann drängt die Masse von hinten – und erst dadurch entsteht die Enge, in der Bewegung kaum noch möglich ist wie auch die Panik, die rationale Entscheidungen nicht mehr zulässt.

Grundsätzlich gilt also: Wenn alle in eine Richtung strömen, wird es meist gefährlich. Wenn irgend möglich, suche grundsätzlich nach anderen Auswegen. Dies muss nicht der Weg sein, auf dem Du hereingekommen ist.

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  • Ein weiteres Problem ist der Sauerstoffmangeln in Massen. Wenn die Masse drängelt, kann der Sauerstoff knapp werden. Dies ist in vielen Fällen offenbar noch tödlicher als etwa das Niedertrampeln. Das bedeutet: Schreie und rufe nicht. Spare Energie und damit Sauerstoff.
  • Achtung: In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass Deine Brust geschützt bleibt. Kreuze die Hände und Arme über Deiner Brust. Damit schützt Du Herz und vor allem Lunge. Lasse Deine Hände stets oben – und sammle keine Gegenstände vom Boden ein.
  • Wenn Du in der Masse steckst, dann wird die Bedrängnis schnell groß. Du solltest versuchen, seitwärts aus der Masse herauszukommen. Dafür nutzt Du die Kraft der Wellen. Eine drängende Masse wird sich zunächst vorwärts schieben und dann unweigerlich zum Stehen kommen, um dann wieder vorwärts zu schieben. Diese kleinen Pausen, die Du genau beobachten musst, sind die Chance, Dich weiter seitwärts zu bewegen.

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