Liebe Leser, wie vorgestern be- und versprochen wollen wir uns heute weiter mit dem Risiko und mit dem Umgang mit Gefahrstoffen beschäftigen. Wir sollten diese Thematik zu keiner Zeit unterschätzen. Das Coronavirus zeigt uns ja auf, wie ein kleines Virus unsere Industriegesellschaft in die Knie zwingen kann. 

Umgang mit Gefahrstoffen: Biologische Gefahrstoffe 

Neben den chemischen Gefahrstoffen kämen wir dann zu den biologischen Gefahrstoffen. Und da wären wir wieder beim neuartigen Coronavirus. Dazu zählen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Toxine. Diese können unter Umständen schwere Krankheiten beim Menschen auslösen. Eine Aufnahme in den Körper findet vor allem über Schleimhäute (Atemwege, Verdauungstrakt, Augen) und die Haut (Wunden) statt. Bei Gefahr der Aufnahme über die Atemwege sollte zumindest provisorischer Atemschutz genutzt werden. Das machen wir ja derzeit alle. Und insofern: die Masken sollten wir nicht wegwerfen. Das Motto lautet: die nächste Gefahrenlage kommt bestimmt! Einige Experten sehen ja bereits das Zeitalter der Pandemien vorher. Durchaus möglich, dass die Corona-Pandemie nur am Beginn einer neuen Ära stehen könnte. 

Umgang mit Gefahrstoffen
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Radiologische und nukleare Gefahrstoffe im Fokus 

Spätestens seit Tschernobyl und Fukushima ist ja gerade in deutschen Landen die Angst vor dem Super-GAU riesengroß. Nicht zuletzt wegen Fukushima wurde ja in den Deutschland die Energiewende eingeläutet, die uns wiederum in die Gefahr des Blackouts bringt. Das Themas steht aber heut nicht auf der agenda. Mit Blick auf radiologische (R) und nukleare (N) Stoffe geht es letztlich um einer radioaktive Kontamination. Radioaktive Stoffe senden energiereiche, ionisierende Strahlung aus. Diese Strahlung kann lebende Zellen schädigen und diese abtöten oder Krebs hervorrufen. Eine besondere Gefährdung geht durch die Aufnahme radioaktiver Stoffe in den Körper aus. Dies kann durch Einatmen, Nahrungsaufnahme und die Haut (Wunden) geschehen. 

Vor allem die Alpha-Strahlung (eine Art der ionisierenden Strahlung), stellt dabei ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Hier hilft Atemschutz vor der Aufnahme in die Lunge. Ionisierende Strahlung wird beim Durchdringen von Materie abgeschwächt. In Kellerräumen ist die Abschwächung durch die angrenzende Erdschicht und obere Stockwerke besonders groß. 

Morgen wollen wir uns dann damit befassen, was wir tun sollen, wenn diese Gefahrstoffe bereits in der Luft oder im Wasser sind.

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