Sie können jederzeit und überall Opfer von marodierenden Banden werden, wenn die öffentliche Ordnung zusammengebrochen ist, zum Beispiel durch eine wirtschaftliche- oder eine Naturkatastrophe, wie einem Tornado. Und so haben Sie im Ernstfall eine gute Chance Ihr Leben zu retten:

So sollten Sie sich verhalten, wenn Sie in der Öffentlichkeit oder in einem Gebäude angegriffen werden:

✓ Zuerst sollten Sie sich die Ausgänge und Fluchtwege im Gebäude einprägen.

Mein Tipp: Merken Sie sich drei Optionen in drei verschiedenen Richtungen. Innen: Ausgangs- oder Eingangstür, Fenster; draußen: Seitenstraßen, Treppen, Gelände.

✓ Suchen Sie nach größeren Objekten, die Ihnen im Ernstfall Deckung geben können.

✓ Personen, die sich ungewöhnlich verhalten (z. B. aufgeregt sind, schwitzen) sind auffällig. Menschen, die große Reisetaschen bei sich haben oder schwere Kleidung tragen, die für die Jahreszeit untypisch ist, sollten Sie ebenfalls im Auge haben.

✓  Äußerste Wachsamkeit auch bei Personen, die Millitärstiefel oder Uniformen tragen, obwohl sie keine Polizisten oder Soldaten sind.

✓  Halten Sie sich dort auf, wo auch ein Fluchtweg in der Nähe ist.

✓  Vermeiden Sie es »mitten« in einer Gruppe zu sein, denn bei einer Massenpanik kommen Sie nicht schnell genug zum Ausgang. Zudem könnten Sie zertrampelt werden.

Verhalten während eines Angriffs mit Schusswaffen:

✓  Bleiben Sie nicht stehen! Sobald Sie Schüsse hören, müssen Sie aus der Gefahrenzone und aus der Schusslinie der Marodierer flüchten.

✓  Raus aus der Schusslinie! Aber ohne Ihre eigene Position zu verraten.

Mein Tipp: Legen Sie sich auf den Boden. Suchen Sie kriechend eine Deckung oder einen Fluchtweg. Ziehen Sie sich mit den Zehen und Fingern vorwärts. Nur so bleiben Sie nahe am Boden, bzw. unter der Flugbahn der Kugeln. Alternativ: Robben Sie, indem Sie Ihren Bauch wenige Zentimetervom Boden anheben und sich dann auf Knien und Ellbogen vorwärts bewegen.

✓ Wenn Sie keine Chance zur Flucht haben, hilft nur eines: Stellen Sie sich tot! Manche Opfer von Terroranschlägen haben durch diese Strategie überlebt, weil Terroristen meist auf lebende Ziele schießen. Die Chancen stehen 50:50.

Weitere wertvolle Tipps finden Sie in folgendem Video:

Richtige Deckung suchen und fliehen:

Deckung geben z. B. eine Mauer, Automaten, Möbel, Skulpturen, Regale, Säulen, Koch- und Spülvorrichtungen.

Mein Tipp: Nachdem Sie die erste Deckung erreicht haben, sollten Sie sich immer weiter von den Marodierern entfernen. Die nächste Topfpflanze kann Ihnen wiederum eine neue Deckung geben.

Je weiter Sie von den Schützen entfernt sind, umso schneller dürfen Sie sich bewegen (aber aufgepasst: Sturmgewehre haben eine Reichweite von 600 Meter, Scharfschützengewehre bis zu 2.500 Meter!)

✓ Halten Sie sich immer geduckt (leicht nach vorn gebeugt, mit dem Gewicht auf den Fußballen).

Mein Tipp: Nutzen Sie den Raum, der außerhalb des Sichtfeldes der Marodierer liegt oder einen Schatten.

✓ Noch etwas Wichtiges: Bewegen Sie sich möglichst in den Feuerpausen, dann nämlich, wenn die Banditen ihre Waffen nachladen.

✓ Halten Sie einen Abstand zu Wänden!

Mein Tipp: Dieser sollte etwa 30 Zentimeter betragen, damit Sie nicht von einem Querschläger getroffen werden.

Denn: Geschosse, die von Wänden abprallen, schlagen häufig in einem Abstand von 15 Zentimetern am Boden ein.

✓ Fluchtweg: Begeben Sie sich schnell zum nächsten Ausgang oder zum höchsten Punkt, um eine Rettung über das Dach anzustreben.

Verhalten beim Aufeinandertreffen mit den Sicherheitskräften:

✓ Heben Sie unbedingt Ihre Hände, damit man Sie nicht irrtümlich für einen der Terroristen hält und erschießt.

✓ Rufen Sie immer wieder laut und deutlich, dass Sie unbewaffnet und ein Überlebender sind.

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