»Im Falle einer schweren Krise ist Geld nichts mehr wert. Wie kann ich mich dagegen schützen und mein Vermögen sichern?« fragt Leser Armin B. aus Wiesbaden.

Antwort: Sie haben recht! Die Euro- und Schuldenkrise bedroht Ihre private Ersparnisse und Ihr Vermögen. In diesen schwierigen Zeiten ist eine Entscheidung, wie man sein Geld anlegt von existenzieller Bedeutung.

Sie sollten daher Ihr Geldvermögen in Werte umwandeln, die der Staat nicht sieht und die nichts mit Papieren zu tun haben. Denn alles, was auf Papieren gedruckt steht, ist ein Versprechen. Und Versprechen werden gebrochen. Gleichgültig, ob es Sparbücher, Geldkonten, Geldscheine, Zertifikate oder Lebensversicherungen sind.

Im Zweifelsfall halten Sie nämlich nur bedrucktes Papier in Ihren Händen. Außerdem muss dieses Papierversprechen irgendwo anerkannt, archiviert und dokumentiert sein, damit es nicht gefälscht werden kann. Es hinterlässt eine Aktenspur. Dadurch findet es aber auch der Staat. Er kann es beschlagnahmen oder für wertlos erklären – und das war’s dann.

Mein Rat: Echte Sachwerte hingegen tragen ihren Wert in sich. Wenn man Hunger hat wollen Sie bestimmt nicht in einen Brot-Bezugsschein beißen, sondern in richtiges Brot.

Vermögen sichern: Wie Sie Geld krisenfest anlegen, erfahren Sie auch in folgendem Video:

Geld wird durch die Vergabe von Krediten geschaffen, also durch Schulden. Die »wundersame« Geldschöpfung erfolgt durch Kreditaufnahme von Privatpersonen bei Banken, Unternehmen bei Geschäftsbanken, Geschäftsbanken bei der Zentralbank und Geschäftsbanken untereinander (Interbankenkredite).

Jedes Mal, wenn Geld ausgegeben wird und es auf einer anderen Bank landet, geht aus ihm ein weiterer Kredit hervor.

Achtung! Scheine und Münzen sind kein Geld, sondern nur ein Symbol, das vom Staat als Zahlungsmittel legitimiert wird. Nicht mehr und nicht weniger.

Vermögen sichern: Das sollten sie beachten

Früher waren die staatlichen Zentralbanken für die Geldschöpfung zuständig. Doch heutzutage geben diese lediglich Bargeld in einem Volumen von 5 bis 20 % der gesamten Geldmenge in Umlauf. Die »normalen« Banken sind es jetzt, die den Löwenanteil des Geldes schöpfen – und zwar durch Kreditvergabe. Die Bankengeldschöpfung hat sich verselbstständigt. Privaten Banken bzw. Geschäftsbanken, die nicht dem Allgemeinwohl verpflichtet sind, sondern nur sich selbst, diese ordnungspolitisch so wichtige Funktion der Geldschöpfung zu überlassen, ist äußerst heikel.

Geld sollte (auch) als Wertaufbewahrungsmittel dienen. Im Idealfall sollte mit einem bestimmten Geldbetrag später noch die gleiche Warenmenge gekauft werden können.

Achtung! Wenn Preise steigen, verliert Ihr Geld an Kaufkraft. Zudem entwertet der Staat durch seine Schuldenpolitik das Geld mehr und mehr. Was Inflation und die Verteilung der europäischen Schulden vor allem auf den deutschen Steuerzahler für die Geld-wertstabilität bedeutet ist klar: Der Euro wird immer weniger wert.

Während Papiergeld immer mehr an Wert verliert, gewinnen »Sachwerte« an Wert. Sowieso in Krisenzeiten.

Mein Rat: Zu den Sachwerten gehören konjunkturunabhängige Aktien, Immobilien/Grundstücke, Edelmetalle und Rohstoffe. Eingeschränkt auch Schmuck, Antiquitäten, Kunst- und Sammlerobjekte, sowie langlebige Konsumgüter.

Für alle Sachanlagen gilt: Je stärker die Inflation anzieht und je bedrohlicher die finanz- und wirtschaftspolitische Lage sich entwickelt, umso hektischer reagieren die Märkte.

Natürlich werden die Banken und ihre Berater bis zum Schluss die Sicherheit und Wertbeständigkeit »ihrer« Geldanlagen beschwören. Lassen Sie sich aber davon nicht einlullen, schließlich geht es um Ihr Geld und nicht das der Bank!

Fest steht: Bei Inflation, Staatsbankrott und Währungsreform ist der bessere Werterhalt der Sachanlagen gegenüber den Geldanlagen eindeutig. Die Antwort auf die Frage, wie man sein Vermögen sichern kann ist also simpel.

Dennoch handeln 95 Prozent der Menschen nicht danach und vertrauen weiterhin ihrem Sparbuch oder ihrer Lebensversicherung.

Welche private Altersvorsorge macht Sinn? Hier haben wir Ihnen die besten Tipps dazu gegeben.

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