»Ich habe Sachwertaktien gekauft. Was geschieht mit meinen Aktien, wenn es zu einer Währungsreform kommt?« fragtLeser Xaver P. aus Deggendorf.

»Was passiert mit meinen Aktien bei einer Währungsreform?«

Eine Währungsreform in dessen Folge der unsägliche Euro wieder in eine neue D-Mark mündet, halte ich mittelfristig für sehr wahrscheinlich. Was aber würde das für Ihre Aktien bedeuten? Von der vergangenen Währungsreform 1948 haben wir wichtige Erkenntnisse, wie sich eine neue Währungsumstellung auf Ihre Aktien auswirken könnte. Vorab:

✓ Bei der Währungsreform von 1948 wurde das Vermögen der deutschen Bevölkerung über das Wochenende zum großen Teil vernichtet.

✓ Bankguthaben und Spareinlagen wurden im Verhältnis 100:6,5 abgewertet.

✓ Die Verbindlichkeiten wurden aber nur 100:10 abgewertet. Somit stiegen die Schulden im Verhältnis zum verbleibenden Restvermögen.

✓ Industrie- und Kommunalobligationen sowie Pfandbriefe wurden um 92,6% abgewertet.

Wird es 2019 einen Euro-Crash geben? Das sagt ein Finanzexperte dazu:

Was aber bedeutete dies für die vielen Aktienanleger in Deutschland?

✓ Der Nominalwert der Anteile wurde mit weniger als1/10 angegeben.

✓ Als die Frankfurter Börse am 14. Juli 1948 wieder den Handel aufnahm, fielen die Kurse der 30 größten deutschen Aktiengesellschaf ten um knapp 83%. Dennoch: Hatte der Sparer also für seine ehemals 100 Reichsmark nur 6,50 D-Mark erhalten, war die 100-Reichsmark-Aktie nach der Währungsreform immerhin noch 17 D-Mark wert.

Das bedeutete: Aktionäre verloren »nur« die Hälfte von dem, was der klassische Sparer einbüßen musste.

✓ Bereits 1949 legten die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften im Durchschnitt und inflationsbereinigt eine Rallye von 169,1% hin.

✓ 1954 erreichte der DAX30 wieder den Wert vor derWährungsreform.

Das bedeutete: Wer vor dem 20. Juni 1948 in Aktien investierte, erzielte bis 1963 sogar eine nominelle Jahresrendite von 10,7%. Das hieß nichts anderes, als dass mit Aktien aus Deutschland man den Realwert seines Einsatzes bewahren konnte.

✓ Mit ausländischen Aktien sah es noch besser aus: Der offizielle Umrechnungskurs für einen US-Dollar wur-de am 21. Juni 1948 auf 3,30 D-Mark festgesetzt. Der Schwarzmarktkurs betrug allerdings über 10 D-Mark pro US-Dollar. Der Auslandsanleger verbuchte also neben den Währungsgewinnen auch Börsengewinne. Aber auch hier war Geduld angesagt. Denn der Dow Jones Industrials Index verdoppelte sich von 1948 bis 1954.

Mein Rat: Wie ich schon mehrfach empfohlen habe, sollten Sie einen Mix aus krisenresistenten deutschen und ausländischen Unternehmensaktien in Ihrem Depot halten.

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