4. Mai 2021Beitrag von Emilia Hartmann

Währungsreform: Was wird mit Ihren Wertpapieren geschehen?

Eine Währungsreform in der Euro-Zone wird noch etwas auf sich warten lassen. Angesichts der steigenden Staatsschulden allerdings wächst die Befürchtung, dass die gesamte Euro-Zone (die EU selbst hat auch Länder ohne den Euro) den Entschluss fassen wird, eine neue Währung einzuführen, um auf diese Weise die Schuldenkrise zu beenden. Sie sollten sich darauf vorbereiten.

Was passiert mit Ihren Wertpapieren?

wie entsteht eine finanzkrise

Eine der großen Fragen stellt sich mit Blick auf Wertpapiere. Auf Sparbücher ohnehin, aber auch auf Depots mit Anleihen und Aktien. Bei einer möglichen Währungsreform passiert folgendes:

Sparguthaben würden nach Maßgabe der Politik einfach umgestellt – im Verhältnis 1.5, 1:10, 1.100 -das ist beliebig. Mutmaßlich oder erfahrungsgemäß würden kleinste Sparguthaben verschont werden. Dennoch: Sparguthaben sind eine Falle für Sie, wenn es zu einer Währungsreform kommt.

Depots, die Anleihen, Fonds oder Aktien enthalten, gehören dann weiterhin Ihnen. Alles, was auf diesen Depots gesammelt ist, ändert sich demnach zunächst nichts. Nur:

– Anleihen lauten auf einen bestimmten Rückzahlungsbetrag in Euro. Je nachdem, wie die Forderungen / Euro-Bestände umgestellt werden, wird die Forderung allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich weniger wert sein. Wer sich auf eine Währungsreform vorbereiten möchte, sollte keine Anleihen halten.

– Fonds enthalten die Wertpapiere wie Anleihen oder Aktien. Für Anleihen in einem Fonds gilt das, was für Anleihen gesagt wurde – Vorsicht vor Anleihen-Fonds und Mischfonds.

– Aktien werden in verschiedenen Währungen gehandelt. Wenn Aktien plötzlich nicht mehr im Euro, sondern in der neuen Währung gehandelt werden, stellt sich der Kurs mit höherer Sicherheit einfach auf die neue Währung um. Es gibt dann zwar Unruhen am Markt, allein währungsbedingt wird sich allerdings nichts ändern – der Kurs stellt sich nach und nach auf die neue Währung ein. Aktien sind kein besonderes Risiko für eine mögliche Zeit nach einer Währungsreform.

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