Gerade in Krisenzeiten wird die Kriminalität ansteigen. Die Vergangenheit zeigt: Plünderungen, Diebstähle und Überfälle werden zunehmen. In Deutschland ist es für den „Normalbürger“ nur noch mit dem Kleinen Waffenschein möglich, legal an eine Waffe zu kommen, wenn Sie nicht gerade im Schützenverein sind. Ich zeige Ihnen jetzt, wie Sie einen Waffenschein beantragen können.

Der „Kleine Waffenschein“ ist hierzulande nötig, wenn Sie eine Schreckschusswaffe, eine Reizstoffwaffe oder eine Signalwaffe bei sich führen wollen.

“Führen“ bedeutet in diesem Fall, dass Sie die Waffe außerhalb der eigenen Wohnung, der eigenen Geschäftsräume, des eigenen Grundstücks oder einer Schießstätte tragen und im Notfall auch benutzen dürfen.

Im Unterschied zum „normalen“ Waffenschein müssen Sie nicht nachweisen, warum Sie eine Waffe besitzen möchten und müssen auch keine Sachkundeprüfung durchführen. Die Anforderungen und Erteilungsvoraussetzungen sind in allen Bundesländern gleich.

Voraussetzungen für den Kleinen Waffenschein:

Vollendung des 18. Lebensjahrs. Erforderliche Zuverlässigkeit.

Ablehnung bei:

✓ Verurteilungen wegen Straftaten.

✓ Wenn ein aktuelles Strafverfahren gegen Sie läuft.

✓ Wenn es Hinweise auf die Mitgliedschaft in einer verbotenen Organisation gibt.

✓ Grundsatz: Es darf keine Verurteilung mit einem Strafmaß über 60 Tagessätzen geben und auch nicht mehrere Verurteilungen mit weniger Tagessätzen,wenn seit Rechtskraft der letzten Verurteilung noch keine 5 Jahre verstrichen sind. Bei einer Verurteilung ab einem Jahr Freiheitsstrafe oder mehr, muss die Rechtskraft mindestens 10 Jahre zurückliegen.

Die wichtigsten Informationen zum kleinen Waffenschein fasst folgendes Video zusammen:

Persönliche Eignung.

Waffenschein beantragen: Können Sie mit Waffen oder Munition vorsichtig oder sachgemäß umgehen und diese Gegenstände sorgfältig verwahren oder besteht die konkrete Gefahr einer Fremd- oder Selbstgefährdung?

Ablehnung bei:

✓Geschäftsunfähigkeit.

✓ Alkoholabhängigkeit oder Abhängigkeit von anderen berauschenden Mitteln.

✓ Psychische Erkrankungen.

Info: Die Prüfung beinhaltet die Einholung von Auskünf-ten durch die den Waffenschein ausstellende Behörde an verschiedenen Stellen (Bundeszentralregister, Staats-anwaltschaf tliches Zentralregister, Stellungnahme derörtlichen Polizeibehörde, OSiP Online Sicherheitsprü- fung) usw. Hat die zuständige Behörde Bedenken, ob Sie persönlich geeignet sind, kann sie ein amts- oder fach- ärztliches oder ein fachpsychologisches Zeugnis auf IhreKosten verlangen (150-300 Euro).

Waffenschein beantragen – so beantragen Sie den Kleinen Waffenschein:

Sie müssen den Kleinen Waf fenschein – je nach Bundes-land – bei der Polizei, dem Ordnungsamt, dem Landrat- samt, dem Kreisverwaltungsreferat oder der Gemeinde beantragen.

Sie benötigen folgende Unterlagen:

Sie müssen den Kleinen Waffenschein – je nach Bundesland – bei der Polizei, dem Ordnungsamt, dem Landratsamt, dem Kreisverwaltungsreferat oder der Gemeinde beantragen.

Das Antragsformular liegt dort aus.

MEIN RAT: Manche Behörden bieten das Antragsformular sogar zum Download an.

Ausgefülltes Antragsformular, Personalausweis oder Rei- sepass (bei ausländischen Staatsangehörigen: Nationalpass). Wenn die Behörde ein amts- oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis verlangt, muss auch dieses vorgelegt werden. Gebühren: Diese unterscheiden sich erheblich.

Unter der aktuellen Verwaltungsgebührensatzung kostet die Erteilung eines Kleinen Waffenscheines einmalig zwischen 30 und 150 € je nach zuständiger Behörde und Bundesland.

Der Kleine Waffenschein ist nicht befristet. Alle drei Jahre aber fallen mit der sogenannten „Regelüberprüfung“, bei der die Behörde prüft, ob die Voraussetzung und die Eignung noch gegeben ist, erneut Gebühren zwischen 15 und 60 € je nach Behörde an.

Das müssen Sie wissen: Der Kleine Waffenschein berechtigt nicht zum Führen von Schreckschuss- Reizstoff- oder Signalwaffen bei öffentlichen Veranstaltungen, wie z. B. Versammlungen oder wie bei Volksfesten oder ähnlichen Veranstaltungen.

Bei öffentlichen Veranstaltungen ist das Führen von Waffen jeder Art generell verboten. Selbst wenn es zueiner Notwehrsituation kommt, ist dies ein Verstoß. In solchen Moment hilft eine waffenlose Selbstverteidigung weiter, die wir Ihnen hier vorgestellt haben.

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