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14. September 2020Beitrag von Lars Hoffmann

Waldbaden liegt im Trend

Liebe Leser,

inmitten des heißen Corona-Sommers 2020 ist ja das Schwimmen im Freibad nur unter Beachtung der diversen Hygiene-Regeln möglich. Das gilt im übrigen auch für das Waldbaden. Im Bayerwald ist das auch nur noch limitiert unter Achtung der Abstand möglich.

Wie auch immer, Waldbaden ist auch in Corona-Zeiten sehr beliebt und in Mode. Hier gibt es einen interessanten Beitrag zum Thema:

https://www.br.de/nachrichten/meldungen/bme-reportage-waldbaden-100.html

Ursprünglich kommt das Waldbaden aus Japan. Shinrin-Yoku, japanisch für „Baden im Wald“, wird in Japan als Bestandteil eines gesunden Lebensstils gepriesen. Den Begriff hat das dortige Forstministerium im Jahre 1982 geprägt. Shinrin-Yoku bedeutet, mit allen Sinnen in die Stille und Unberührtheit des Waldes einzutauchen.

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Mittlerweile ist an japanischen Universitäten Waldmedizin ein anerkanntes Forschungsgebiet. Seit etlichen Jahrzehnten untersuchen dort Wissenschaftler die Auswirkungen, die ein Aufenthalt im Wald auf menschliche Psyche und Physis hat. Demnach verbessert bereits ein kurzes Waldbad Atmung, Puls und Blutdruck. In Japan ist es nicht ungewöhnlich gegen Burnout oder Herzkreislauf-Erkrankungen eine Waldtherapie verordnen.

Das Ganze ist auch wissenschaftlich belegt bzw. fundiert. Und zwar durch Forscher der Nippon Medical School in Tokio. In einer Studie wurden dabei hunderte Probanden auf einen Spaziergang geschickt; die eine Hälfte in die Stadt, die andere in den Wald. Bei der anschließenden Blutentnahme zeigte sich, dass bei der Stadtgruppe die Konzentration an DHEA-Hormonen unverändert war, bei der Waldgruppe jedoch deutlich erhöht. DHEA ist ein Hormon, das die Herz-Kreislauf-Funktionen aufrechterhält und Herzerkrankungen vorbeugt.

In einer anderen Studie wurden zwölf Probanden einen ganzen Tag lang in den Wald geschickt. Die Blutanalyse danach ergab, dass der Gehalt an natürlichen Killerzellen um fast 40 Prozent gestiegen war. Killerzellen töten Viren ab und zerstören Krebszellen. Zur dauerhaften Stärkung des Immunsystems empfehlen die Wissenschaftler zwei Waldtage pro Monat.

In deutschen Landen ist das Waldbaden ist bislang noch nicht als Therapieform anerkannt und wird von Krankenkassen nicht übernommen. Unter Federführung der der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es aber ein Waldtrainingsprogramm für Heimbewohner in 14 Bundesländern. Es handelt sich um das „Lübecker Modell Bewegungswelten“ als Präventionsprogramm.

Am Ende schadet es nicht, wenn wir alle zwei Tage im Monat als Waldtage einplanen. Gerade in Zeiten von Corona sollten wir unser Immunsystem gezielt stärken!

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