Liebe Leser, 

jüngst ging es hier um grundsätzliche Fragen zur Hausapotheke. Wir können einmal mehr nur dazu raten, an der Stelle nicht zu sparsam zu sein. Wie versprochen geht es heute also um die Frage, was alles als „Vorrat“ enthalten sein soll. Was gehört in die Hausapotheke?

Gute Frage. Nicht verkehrt ist es, wenn Sie einfach bei der Apotheke ihres Vertrauens, am bestens vor Ort vorstellig werden und um Rat ersuchen. Da wird Ihnen sicherlich schnell und sehr kompetent geholfen. Sicherheitshalber können Sie ein Merkblatt für Ihre Hausapotheke vom Deutscher Apotheker Verlag mit allen wichtigen Hinweisen hier herunterladen.

Krisenvorrat an dringend benötigten Medikamenten 

Die Frage aller Fragen dreht sich aber dann sehr schnell darum, ob irgendwelche Medikamente dauerhaft regelmäßig benötigt werden. Das ist ein wahrlich kritischer, ja wunder Punkt. Wir wollen an der Stelle nicht daran denken, was im Krisenfall passiert, wenn das täglich benötigte Medikament gerade nicht greif – und auf absehbare Zeit nicht lieferbar ist. Das ist wahrlich eine extrem kritische Situation. Hier sollten Sie nichts, aber auch wirklich nichts dem Zufall überlassen. Das wäre wahrlich fahrlässig. 

Der kritische Punkt ist nämlich, dass es gerade bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln extrem schwierig ist, einen ausreichend großen Vorrat für die Krise anzulegen. Und hier reden wir nicht über einen Vorrat, der ein paar Wochen reicht. Es sollte da schon von einem Vorrat von einem halben Jahr ausgegangen werden. 

Was gehört in die Hausapotheke?

An der Stelle sollen Sie unbedingt das vertrauliche Gespräch mit Ihrem Hausarzt suchen. Oft ist es aber leider so, dass Ihr Arzt nur dann rezeptpflichtige Medikamente verschreibt, wenn es nachvollziebar ist, dass die vormals verordnete Packung aufgebraucht ist. Das ist auch nachvollziebar, zumal die Krankenkassen nur den aktuell tatsächlich benötigten Bedarf bezahlen. Zum anderen steht hier die Prävention von Medikamentenmissbrauch im Raum. 

Lange Rede, kurzer Sinn: es gibt keinen Anspruch auf vorrätige Verschreibung von Medikamenten für die Krisenvorsorge in der Hauspotheke. 

Letzten Endes kommt man vielleicht nicht umhin, dass der Arzt des Vertrauens ein Privatrezept für den Krisenvorrat ausstellt. Das müssen Sie dann am Ende auch selbst bezahlen. Aber – dann haben Sie die Medikamente auch im Krisenvorrat. Sicher ist sicher. In diesen sauren Kostenapfel muss nolens volens gebißen werden. Und auch hier können Sie beim Apotheker vor Ort auch fragen, was „preislich“ möglich ist. Ein „bissel was“ geht auch hier immer. 

Morgen geht es dann hier mit Blick auf die Krisenapotheke um ganz spezielle Präparate.

Eine Idee zu “Was gehört in die Hausapotheke?

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