Liebe Leser, wir leben ja immer noch in Corona-Zeiten. Gleichzeitig leben wir in in einer Industriegesellschaft mit all den Vorzügen und auch Nachteilen. Und wenn wir über die Nachteile reden, dürfen wir auch nicht die Augen vor den gewaltigen Risiken verschließen. Anders gesagt, gerade die Corona-Pandemie sollte uns mit Blick auf das Risikobewußtsein eine Lehre sein. Gerade was das Thema Gefahrstoffe angeht. Aber was sind Gefahrstoffe genau? Darum soll es heute gehen.

Große Gefahren trotz hoher Sicherheitsstandards 

Trotz aller Sicherheitsstandards müssen wir mit der ständigen Gefahr leben, dass in in unserer technisierten-industriellen Welt gefährliche Stoffe freigesezt werden können. Und da hilft es am Ende auch nichts, Schuldzuweisungen zu machen. 

Gut möglich, dass der Fahrer des Gefahrguttransporters zu schnell gefahren war; gut möglich, dass wegen einer Unachtsamkeit eine Halle einer Chemiefabrik in Brand geraten ist. 

Letztlich geht es darum, dass wir dann – wie mit dem Virus – mit dem freigesetzen Gefahrstoff leben müssen. Ob wir wollen oder nicht. 

Wir denken schon, dass möglicherweise gerade in der Corona-Pandemie aufgrund der enormen Stress-Situation für die Menschen die Gefahr relativ groß ist, dass Gefahrstoffe freigesetzt werden könnten. 

Was sind Gefahrstoffe? Breites Spektrum an Gefahrstoffen 

Wie auch immer, das Spektrum an potentiell freigesetzen Gefahrstoffen ist groß. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) differenziert in chemische (C), biologische (B), radiologische (R) und nukleare (N) Gefahrstoffe. 

CBRN-Gefahrstoffe können gas- oder dampfförmig, als Aerosole, flüssig oder fest auftreten. Ein Laie kann in der Regel die Gefährlichkeit nicht erkennen. 

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Deshalb gilt: Wenn etwas passiert, melden Sie es der Rettungsleitstelle (Tel. 112) oder der Giftnotrufzentrale (erfragen Sie die Nummer der Giftnotrufzentrale in Ihrer Nähe und notieren sie auf der Rückseite dieser Broschüre). Achten Sie bei größeren Ereignissen auf Durchsagen im Radio oder durch Lautsprecherfahrzeuge. 

Schauen wir uns zunächst den Buchstaben C wie Chemikalien an. Chemikalien weisen ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Wirkungen auf. Viele Stoffe sind brennbar oder gar explosiv, können ätzend wirken oder sind giftig. Manchmal haben sie auch mehrere Wirkungen gleichzeitig. In den meisten Fällen entfalten sie ihre größte Wirkung bei Aufnahme in den Körper. Dies kann über die Haut, durch Nahrungsaufnahme oder durch Einatmen geschehen. Besondere Vorsicht ist bei gasförmigen Stoffen geboten.

Da die meisten Gase und Dämpfe schwerer als Luft sind, können sie sich in Senken oder Kellerräumen sammeln. Bei Chemikalienfreisetzung sind solche Örtlichkeiten deshalb zu meiden. 

Vorsicht ist also geboten, große Vorsicht. Nicht nur bei und mit Chemikalien. Übermorgen dazu mehr.

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