27. Januar 2022Beitrag von Louisa Lehmann

Was tun, wenn Überweisungen nicht klappen?

Kennst Du den Begriff der „Kapitalverkehrskontrollen“? Es ist relativ wahrscheinlich, dass Du ihn eines Tages kennenlernen wirst. Damit sind Maßnahmen gemeint, die es erschweren oder verbieten, Überweisungen von A nach B vorzunehmen. Vorzugsweise möchten Staaten damit Überweisungen in das Ausland verbieten oder unterbinden. Dies geschieht im Vorfeld von Währungskrisen und deren Lösungen. Solche Kontrollen haben wir innerhalb der Euro-Zone zuletzt in Zypern oder in Griechenland vor Jahren gesehen.

Weltweit steigen die Schulden weiter an. Die Wahrscheinlichkeit, dass eines Tages die Euro-Zone Maßnahmen trifft, ist ziemlich hoch. Diese können dazu führen, dass über Nacht Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden. Darauf solltest Du Dich vorbereiten.

Was passieren kann, wenn es zu Kapitalverkehrskontrollen kommt

Das Instrument ist nicht klar umschrieben, da es nur Vorlagen und Muster aus der Geschichte, aber noch keine Rechtsgrundlage bei uns gibt. Es wird ungefähr so ablaufen, dass eine Regierung oder aber die gesamte Euro-Zone verfügt, dass nur noch xyz Euro in das Ausland transferiert werden dürfen.

Dies soll verhindern, dass Du größeres Vermögen in das Ausland schaffst. Dies wäre zum Beispiel eine Befürchtung im Vorfeld einer Währungsreform.

  • Die Mitteilung wird, wenn sie denn kommt, sicherlich nicht mit großem Vorlauf kommen. Entweder sie wird über Nacht oder mit einer sehr engen Frist vorgenommen.
  • Die Mitteilung wird zunächst sicherlich unbefristet in dem Sinne sein, dass Du dann nicht mehr agieren kannst. Selbst wenn die Frist auf 14 Tage festgesetzt würde – die Maßnahmen würden dann bereits getroffen sein.
  • Typischerweise wird dann gleichfalls verfügt, dass nur noch eine begrenzte Summe abgehoben werden kann. Sonst könnten Bankkunden die Kontrollen umgehen, in dem einfach große Summen an Bargeld abgehoben und nach und nach in das Ausland transferiert werden.

Gerüchteweise heißt es oft, dass große Vermögen schon weit im Vorfeld weggeschafft werden. Das können wir nicht beurteilen, warnen aber davor, nur bei Gerüchten zu agieren.

Vielmehr kannst Du Dich schützen, indem Du bereits Geld im Ausland aufbewahrst, solltest Du insgesamt eine Flucht oder einen Auslandsaufenthalt planen. Andernfalls hilft es, wenn Du Bargeld hortest. Dies solltest DU wasserdicht aufbewahren – und nicht in Schließfächern, die bei Banken sind.

 

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