Liebe Leserin, lieber Leser,

zum Abschluss der gestrigen Ausgabe – siehe hier – haben wir ja davon gesprochen, dass es weltweit
großen Sanierungsstau bei der Wasserinfrastruktur gibt. Alleine in Europa gibt es mit Blick auf die
Wasserversorgung laut Experten einen Investitionsbedarf von 360 Milliarden Euro in der nächsten
Dekade. Noch schlechter ist die Wasserinfrastruktur in den USA aufgestellt, denn dort sind die
Wassersysteme noch älter und anfälliger. Der Investitionsbedarf wird allein für die Vereinigten Staaten
mit Blick auf Wasser- und Abwassersysteme auf sage und schreibe 820 Mrd. Euro.

Wir reden hier also über einen billionenschweren Markt allein in den USA und Europa. Und dabei sind die nötigen
Investitionen in Asien und Afrika noch völlig außen vor. So oder so, der Kampf ums Wasser, die
Knappheit, ja der Leidensdruck ist schon jetzt so groß, dass am Ende des Tages investiert werden muss.

Apropos Kampf ums Wasser, wir hatten ja in der ersten Ausgabe der Serie – siehe hier – schon darauf
hingewiesen, dass selbst das Umweltbundesamt vor Konflikten ums Wasser warnt. Der ehemalige
Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer brachte es anlässlich des vierten Weltwasserforums noch
besser auf den Punkt. Wenn die Menschheit Wasser nicht sinnvoller verwenden werde, seien schon bald
Kriege um den kostbaren und (über-)lebensnotwendigen Rohstoff zu befürchten.

Investmentchance Wasser

Knallhart formuliert, es muss also weiter in die Wasserinfrastruktur investiert werden. Auch wenn in den
Staatshaushalten die Mittel knapp sind. Gleichzeitig ist das auch eine Chance, relativ unabhängig vom
allgemeinen Konjunkturzyklus, von Wasser-Investments zu profitieren. Unternehmen, die sich zum
Beispiel mit Wasser-Effizienz, Wasser-Gewinn oder Wasser-Abführung beschäftigen dürften nicht so
radikal konkursgefährdet sein wie so mancher deutsche Automobilzulieferer in diesen Tagen.
Glücklicherweise gibt es viele Unternehmen, die den Wassermangel bekämpfen. Mit
Meerwasserentsalzungsanlagen, mit Wasserfiltern, mit Reinigungsanlagen oder effizienten
Rohrleitungssystemen. Anders gesagt, die Chancen auf nachhaltiges Wachstum sind im Wassersektor
eindeutig gegeben. Und es winken langfristig hohe Renditen.

Wasserfonds im Fokus

Wer also ein paar Spargroschen übrig hat oder monatlich etwas Geld langfristig anlegen möchte, wird mit
Wasser-Investments sicher nicht schlecht fahren. Und zwar dann, wenn er einen Anlagehorizont von
mindestens zehn Jahren hat und auch dann noch gut schlafen kann, wenn es an den Börsen richtig deftig
bergab geht. Wir dürfen und wollen an der Stelle keine konkrete Empfehlung aussprechen. Aber für den
langfristigen Vermögensaufbau sind breit diversifizierte Fonds wohl nicht die schlechteste Lösung.

Der Marktführer, ja das Urgestein aller Wasser-investments ist der Pictet-Wasser-Fonds. Der Fonds wurde
bereits im Jahr 2000 aufgelegt und gilt als DAS Wasserinvestment schlechthin. Und last but not least
weisen wir auf den iShares Global Water ETF hin; dieser ETF strebt die Nachbildung der
Wertentwicklung eines Index an, der aus 50 der größten Unternehmen weltweit besteht, deren Geschäft
mit Wasser in Verbindung steht.

Viel Erfolg beim Investieren!

ps.: wir übernehmen keinerlei Haftung für etwaige Verluste.

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