Liebe Leser,

wie neulich besprochen wollen wir uns heute mit der Thematik der Auswirkungen von Wasserknappheit auf kritische Infrastrukturen, insbesondere Krankenhäuser, beschäftigen.

Einrichtungen des Gesundheitswesens sind für die Gesellschaft eine unverzichtbare Kritische Infrastruktur. Ein funktionierender Betrieb ist für die Krisenbewältigung maßgeblich. Fakt ist, dass das Szenario eines Stromausfalls in der Notfallplanung von Krankenhäusern fest verankert ist. Aber bisher war mit Blick auf die Krankenhäuser die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und -entsorgung kaum im Fokus. Und zwar trotz dessen, dass ohne ebensolche die Funktionsfähigkeit eines Krankenhauses und damit die Sicherheit der Patienten nicht gewährleistet ist.

Neues Projekt

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist im Verbundprojekt „NOWATER“ Teil eines interdisziplinären Forschungsteams, das im Austausch mit Akteuren des Gesundheitswesens, des Bevölkerungsschutzes und der Siedlungswasserwirtschaft technische und organisatorische Lösungsstrategien für das Risikomanagement von Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens erarbeitet. Diese Lösungen werden übertragbar und skalierbar gestaltet, um eine breite Anwendung sicherzustellen. Das dreijährige Forschungsvorhaben läuft seit Mai 2020 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ mit 2,37 Millionen Euro gefördert:

Im Rahmen des Projektes wird ein praxisnaher Leitfaden für die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen im Gesundheitswesen erarbeitet. Dieser Leitfaden umfasst den gesamten Bereich des Risiko- und Krisenmanagements zur Sicherstellung der Wasserver- und -entsorgung.

Ja, wir erachten das Projekt als sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass am Ende trotz der Wasserprobleme in ganz Deutschland die Krankenhäuser ihren Betrieb aufrechterhalten können….