Liebe Leserin, lieber Leser,

wie wir im ersten Teil unserer Serie – siehe hier – mit dem Mega-Thema Wasserkrise schon ausgeführt haben, warnt nun selbst das Umweltbundesamt vor zunehmenden Konflikten ums Wasser in deutschen Landen. Weltweit ist die Lage, der Kampf ums Wasser bereits jetzt deutlich angespannter als in Deutschland. Hier sei nur am Rande auf folgenden lesenswerten Artikel zu den aktuellen Brennpunkten des globalen Kampfes um die äußerst knappe Ressource Wasser hingewiesen.

Hinzuzufügen ist, dass im Sommer 2019 die Wasserkrise epische Ausmaße angenommen hat. Allein in Indien leiden aktuell 600 Millionen Menschen unter großer bis extremer Wasserknappheit. Und die Zukunftsprognosen sehen düster aus. Bis zum Jahr 2030 soll der Wasserbedarf etwa zweimal so hoch sein wie die verfügbaren Ressourcen. Schon im kommenden Jahr könnte es sein, dass 21 größeren Städten in Indien das Wasser ganz ausgeht.

Gründe für die Wasserkrise

Mehrere Faktoren tragen maßgeblich zur globalen Wasserkrise bei. Immer mehr Experten gehen mittlerweile davon aus, dass die Übernutzung der knappen Wasserresourcen die größte Gefahr darstellt und das treibende Element für die Krise ist und bleibt. Der Natur werde schlicht mehr Wasser entnommen als sie wieder zur Verfügung stellen kann. Peak Wasser ist hier das große Schlagwort. Gleichzeitig steigt der globale Wasserbedarf durch die stetig steigende Weltbevölkerung dramatisch an. Aktuell wächst ja die Weltbevölkerung jährlich immer noch um ca. 80 Millionen Menschen an. Bis zum Jahr 2050 wird daher mit einem Anstieg des Wasserbedarfs um bis zu 30 Prozent gerechnet. Insgesamt ist der Wasserverbrauch in den letzten 100 Jahren doppelt so stark gestiegen wie die Bevölkerung gewachsen ist.

Laut UN-Weltwasserbericht 2019 werden Umweltschäden und mangelnde Wasserressourcen bis zum Jahr 2050 voraussichtlich 45 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und 40 Prozent der weltweiten Getreideproduktion bedrohen. Eines der größten Probleme ergibt sich ferner aus der Verschmutzung der Wasserrescourcen infolge von
Verstädterung, industriellen Abwässern und Abfällen. Das führt zu Umweltschäden, die irreversibel sind und die ohnehin schon knapper werdenden Trinkwasservorräte dezimieren.

Und darüber hinaus kommt noch der negative Einfluß der klimatischen Veränderungen. In vielen Regionen der Erde werden die Trockenzeiten immer länger; extreme Ernteausfälle nehmen zu. Und es drohen am Ende ganze Flüchtlingswellen wegen Wasssermangels. Davon sind dann auch wir in Deutschland betroffen. Früher oder später. Obendrein gibt es schon jetzt in vielen deutschen Kommunen Wasserabsagen. Wie wir uns am besten auf die Wasserkrise konkret vorbereiten und vielleicht sogar noch profitieren, erfahren Sie hier in den kommenden Ausgaben.

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