Liebe Leser, 

neben dem Mega-Thema „Stromausfall“ steht bei uns auch die Problematik „Wassermangel auf der Erde“ ganz oben auf der agenda. Das Thema scheint ja immer noch vielerorts unterschätzt zu werden. 

Wie auch immer, jüngst sind wir zufällig auf eine neue Studie der University of Arkansas (USA) gestoßen. Und das Fazit, die Ergebnisse der Studie (veröffentlicht im Magazin Science Advances) haben es wahrlich in sich. 

Die Wissenschaftler beschäftigten sich vor allem damit, welchen Einfluß die durch den Klimawandel steigenden Temperaturen auf die Weizenernte haben. Weizen ist ja für die Ernährung der Weltbevölkerung exorbitant wichtig. Knapp ein Fünftel des Kalorienbedarfs der Menschheit werden vom Weizen gedeckt. 

Dramatische Folgen von Wasserknappheit auf die Weizenproduktion 

Unter dem Strich ist es laut der Studie historisch empirisch erwiesen, dass Wassermangel bei Weizen zu signifikant geringeren Erntemengen führt. Darüber hinaus gibt es einen engen Zusammenhang zwischen den sinkenden Erträgen und steigenden Weizenpreisen in den zehn größten Anbauregionen der Erde. Die Experten stellen ferner fest, dass bis zum Ende des Jahrhunderts bei einer starken Erwärmung der Erde ca. 60 Prozent der Anbauflächen regelmäßig durch Dürreereignisse deutlich geringere Erntemengen erwirtschaften werden. Aktuell sind ja „nur“ 15 Prozent der globalen Anbaugebiete von Dürreperioden bedroht. Selbst wenn die Klimaziele von Paris erreicht werden würden, würde laut der Studie die global produzierte Weizenmenge deutlich sinken. Hintergrund ist schlicht, dass es trotz alledem dann deutlich mehr Dürreperioden und -regionen gibt. 

Sollten dann auch noch mehrere Regionen auf der Welt gleichzeitig unter Wassermangel leiden, würde dies die Weizenproduktion der Erde deutlich reduzieren und zu deutlich steigenden Weltmarktpreisen führen. Die bittere Endkonsequenz wäre dann, dass die globale Lebensmittelversorgung akut gefährdet wäre. 

Wassermangel auf der Erde
photo credit: unsplash.com

Wassermangel auf der Erde: Dürreperioden nehmen zu

Last but not least sind besonders Weizenanbauregionen in Europa im Mittelmeerraum von den zunehmenden Dürreperioden bedroht. Andere große Anbaugebiete in Südamerika werden hingegen laut den Prognosen der Wissenschaftler kaum vom Klimawandel beeinflusst. 

Und am Ende könnte selbst in deutschen Landen nicht nur Wasser-, sondern auch Weizenknappheit vorherrschen. Darauf sollten wir uns einstellen. 

Es ist mehr als nur fahrlässig, ohne eigene Nahrungsvorräte in die kommenden Krisen-, besser gesagt, Mangeljahre zu gehen. Wie diese Vorräte konkret aussehen könnten, haben wir ja schon – siehe hier – besprochen.

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