Liebe Leser, 

beinah täglich erreichen uns Nachrichten zur globalen Wassernkrise. Und zwar nicht nur aus fernen Ländern wie Australien, wo die aktuelle Dürre – siehe hier – ja die Getreideernte in diesem Jahr erneut dezimiert. Der Wassernotstand erreicht jetzt auch Deutschland.

Wassernotstand in Niedersachsen 

Jüngst wurden wir von einer Meldung aus Niedersachsen überrascht. Dort schlagen nun selbst die Landesforsten angesichts der klimatischen Veränderungen Alarm. In einigen Teilen des großen Flächlenlandes sei nun die Trinkwasserversorgung bedroht. So habe es im Solling in der Vergangenheit immer relativ hohe und ausgeglichene Niederschläge gegeben und die Bevölkerung vor Ort erhalte das Trinkwasser aus zahlreichen Brunnen unter den Wirtschaftswäldern. Doch die Dürrejahre 2018 und 2019 hätten die Waldböden bis in tiefe Schichten austrockenen lassen, sodass einige Quellen im Solling in diesem Sommer weniger Wasser geliefert hätten. 

Wassernotstand
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Weniger Wasser aus den Quellen 

Dem Bericht des NDR zufolge nennen die Landesforsten den Ort Fredelsloh im Landkreis Northeim als Beispiel für diese Entwicklung. Dort würden die drei umliegenden Quellen normalerweise 15 Kubikmeter Wasser pro Stunde liefern. In den warmen Monaten dieses Jahres seien es jedoch nur neun Kubikmeter gewesen. Als Folge dieser negativen Entwicklung hätte die Leistung der Pumpen gedrosselt werden. Der Leiter des Forstamtes Dassel merkte abschließend an, dass gegen den Klimawandel und einen Jahrhundertsommer letztlich auch die Mischwälder rund um das Trinkwasserschutzgebiet machtlos seien. 

Darüber hinaus sehen die Landesforsten noch ein weiteres Problem infolge der Dürre. Im Wald seien ganze Baumbestände abgestorben. Es hätten sich Borkenkäfer massenhaft vermehrt und zudem hätten noch Pilze geschwächten Bäume befallen. Selbst eigentlich widerstandsfähige Laubbäume zeigen der Landesforsten zufolge nun Trockenschäden. 

Ja, unter dem Strich ist das Wasserproblem auch in deutschen Landen nicht mehr zu verleugnen. Bleibt zu hoffen, dass es sich zumindest in den kommenden Jahren nicht weiter verschärfen, ja zuspitzen wird. Ungeachtet dessen, der eigenen Wasservorrat sollte immer griffbereit sein. Alternativlos eben.

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