Liebe Leser, in der Corona-Krise ändert sich fast alles. So auch der Umgang mit der immer kostbarer, ja knapper werdenden Ressource Wasser. Wir müssen damit rechnen, dass der Wasserverbrauch im Jahr steigen wird.

Anderer morgendlicher Höhepunkt beim Trinkwasserbrauch 

Höchst interessant sind da die Nachrichten, die von den diversen Wasserversorgern kommen. Von der Energieversorgung Mittelrhein ist zu lesen, dass sich in der Corona-Krise die Gewohnheiten der Menschen beim Umgang mit Wasser verändert hätten. Das sei unter anderem beim Verbrauch deutlich zu sehen. Der morgendliche Höhepunkt des Trinkwasserverbrauchs sei in der Corona-Krise etwas später. Der morgendliche Peak habe sich von 5.30/6.00 Uhr auf 7.00 Uhr verschoben. Es sei zum Beispiel zu erkennen, dass Schüler deutlich später duschen würden, wenn sie nicht zur Schule gehen müssten. Das gelte auch für alle, die im Homeoffice arbeiten. 

Wasserverbrauch im Jahr
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Wasserverbrauch im Jahr: Höhere Wassernachfrage 

Interessant ist auch der Blick auf die Wassernachfrage. Auf die verbrauchte Wassermenge hätten das Coronavirus und das verstärkte Händewaschen zunächst keinen Einfluss genommen. Spätesens im April habe das sehr sonnige und trockene Wetter habe den Wasserverbrauch stark ansteigen lassen. Der Wasserabsatz sei partiell um 20 Prozent gestiegen. Aufgrund der Trockenheit würden wohl viele Menschen ihre Gärten wässern. Gleichzeitig schauen die Verantwortlichen schon mit bangem Blick auf den Corona-Sommer. Hier droht eine weitere Steigerung bei der Wassernachfrage. Das Groß der Bevölkerung werde wohl nicht im Ausland den Urlaub verbringen; folglich wird sich dann bei steigenden Temperaturen und zunehmender Trockenheit die Wassernachfrage noch weiter erhöhen. Im Hintergrund würden sich die Wasserversorger schon jetzt auf die „heißen Zeiten“ intensiv vorbereiten. Es wird mit allen Mitteln versucht, dass extreme Einschnitte verhindert werden können. 

Extreme Einschnitte damit sind Wasserspargebote oder gar Wasserabsagen gemeint. Bleibt zu hoffen, dass wir davon verschont bleiben mögen. 

Am Ende sollten wir aber dennoch für zumindest 14 Tage völlig autark ohne Wasser von außen auskommen. Sorgen Sie vor!

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