13. November 2022Beitrag von Sina

Essbare Wildpflanzen: Diese Pflanzen sind am besten

Was wird geschehen, wenn die Lebensmittelkrise sich verschärfen sollte? Wir wissen, dass zum einen die Logistikketten immer löchriger werden. Wir wissen auch, dass etwa Weizen aus der Ukraine kaum lieferbar ist – und wir wissen von einer bevorstehenden Hungersnot in vielen Ländern, die Organisationen der Hungerhilfe schon skizziert haben. Was passiert, wenn sich die Probleme in Deutschland verschärfen sollten?

essbare Wildpflanzen

Wir geben Ihnen Hinweise dazu, wie Sie essbare Wildpflanzen finden könnten, wenn eine solche Situation eintritt – die nicht mehr nur apokalyptisch ist, sondern immer greifbarer sein wird.

Checkliste: Essbare Wildpflanzen suchen und finden

Es gibt einige Wildpflanzen, die Sie essen können. Unter dem Begriff Wildpflanzen werden alle Pflanzen verstanden, die Sie in Wald und Feld finden können.

Wildpflanzen leben mit und von Wasser. Deshalb müssen Sie grob Ihre Umgebung kennen und wissen, wo sich die besonders feuchten Gebiete befinden. Diese Gebiete sind Ihr ideales Jagdrevier für essbare Wildpflanzen. Zudem sollten Sie wissen, dass die Wildpflanzen Sonne suchen und benötigen. Je mehr Sonne also in eine Gegend einstrahlt, umso größer sind die Chancen darauf, dass Sie dort essbare Wildpflanzen finden. Suchen Sie daher Lichtungen in Wassernähe.

Das Suchen und Bestimmen von essbaren Wildpflanzen müssen Sie üben. Sie können dies mit einem Buch beginnen, das für die Gegend, in der Sie mutmaßlich sein werden, entsprechende Hinweise enthält. Sie sollten allerdings auch Ihren eigenen Garten dafür absuchen, um zu trainieren und vor allem zu erfahren, welche Optionen direkt vor Ihrer Tür schlummern.

Grundsätzliches zu essbaren Wildpflanzen

Ein Großteil der Gräser sind essbare Wildpflanzen. Sie können Gras einfach kauen. Damit erhalten Sie jeweils Feuchtigkeit oder sogar etwas Saft.

Im nächsten Schritt sollten Sie Straßen und Wegesränder aufsuchen. Dort finden Sie Löwenzahn, den Sie unbedenklich genießen können. Löwenzahn enthält unter anderem Vitamin C und Vitamin K. Des Weiteren enthält er Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor und Magnesium. Klicken Sie hier, um mehr über die Verwertungsmöglichkeiten für Löwenzahn zu erfahren.

So können Sie sich nach und nach an zahlreichen essbaren Wildpflanzen wagen, die Sie an solchen Wegesrändern finden. Vermeiden sollten Sie Pflanzen, die sich direkt am Straßenrand befinden. Diese könnten zu viel vom Belag oder vorbeifahrenden Autos abbekommen.

Selbst Baumrinde lässt sich kochen – doch auch hier sollten Sie Acht geben, welchen Baum Sie vor sich haben. Geeignet sind beispielsweise die Rinden von Birken, Fichten und Ahornbäumen. Fernhalten sollten Sie sich hingegen von Kirsch-, Eukalyptus- und Eibenbäumen – diese sind giftig.

Im folgenden Video erfahren Sie mehr zum Thema essbare Wildkräuter:

Diese Pflanzen sollten Sie meiden

Generell gilt: Vermeiden Sie Gegenden, in denen zu viel Gift – beispielsweise Dünger auf chemischer Basis – angewendet wird, also etwa gemulchte Beete. Dort soll kein Unkraut wachsen – mit allen Mitteln.

Die Liste der giftigen Pflanzen ist lang, einige Gefahren listen wir Ihnen im Folgenden auf:

  • Meiden Sie vor allem giftige Beeren, auch wenn sie noch so verlockend aussehen sollten. Giftige oder auch nur möglicherweise giftige Beeren erkennen Sie an deren Farben: Weiß, gelb oder rot sollten sie nicht sein. Blaubeeren und Brombeeren eignen sich indes sehr. Im Zweifel sehen Sie sich ein passendes Bild im Internet dazu an . Sollten Sie keinen Zugang zum Internet haben und sich unsicher sein, dann lassen Sie es lieber sein.
  • Dasselbe gilt für die Pilzsuche: Wenn Sie sich mit Pilzen nicht auskennen, sollten Sie Pilze weitestgehend vermeiden. Steinpilze und Champignons können Sie recht einfach erkennen, doch viele eigentlich essbare Pilze haben giftige Doppelgänger, die in der freien Natur zu finden sind.
  • Meiden Sie auch wild wachsende Erbsen. Diese können giftig sein.
  • Außerdem sollten Sie giftige Karotten – und damit Karotten insgesamt aus dem Weg gehen. Sie können ohne Übung die giftigen nicht von den ungiftigen unterscheiden.

Weitere giftige Pflanzen sind zum Beispiel Bockshorn, Efeu, Eisenhut und der Buchsbaum.

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