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26. Dezember 2021Beitrag von Robert

Wie Du Wunden vernähen kannst

Viele Filmhelden glänzen damit, dass kleinere oder teils auch größere Wunden schnell selbst vernäht werden. Das ist schmerzlich, aber auch heldenhaft. In der Realität empfehlen wir Dir, Wunden wenn immer möglich nicht selbst zu vernähen. Dennoch solltest Du wissen, wie es funktioniert.

Üben, Üben, Üben

Auch wenn wir Dir benennen können, wie Du solche Wunden vernähen kannst, solltest Du es vor dem Einsatz in der Praxis üben. Dafür eignet sich etwa Schaumstoff, der möglichst einen höheren Härtegrad aufweisen sollte. Du erhältst ihn in jedem Baumarkt.

Achtung: Du kannst nicht alle Wunden selbst nähen

  • Bevor Du beginnst: Brandwunden oder Schürfwunden kannst oder solltest Du nicht zunähen. Diese sind unter anderem oft noch verunreinigt und sollten nicht einfach von Dir verschlossen werden.
  • Fleischwunden und Schnittwunden kannst Du hingegen nähen. Eine Ausnahme: Tierbisse solltest Du nicht vernähen, sondern medizinische Hilfe holen.

Was Du benötigst

Alles, was Du benutzt, muss sterilisiert sein. Das bedeutet, Du solltest die Instrumente im Zweifel in Alkohol tränken und abtupfen. Du benötigst dabei:

  • Tupfer,
  • Zange,
  • Eine Nadel,
  • Garn
  • Eine chirurgische Pinzette (käuflich in der Apotheke etc.)
  • Eine chirurgische Schere
  • Ein Skalpell
  • Gummihandschuhe
  • Eine Aderklemme
  • Ein Tuch mit einem Loch darin (so wir die Wunde abgeschottet).
  • Jod, Jodersatz.
  • Eine Maske für Dich.

Zumindest aber benötigst Du eine Nadel, einen Faden sowie Handschuhe. Wenn Du keine Handschuhe hast, musst Du Deine Hände sehr gut desinfizieren und reinigen.

Im ersten Schritt musst Du die Wunde von Haaren befreien und auswaschen. Die Wunde sollte mit der Jodersatzlösung oder mit Jod desinfiziert werden. Die Nadel stichst Du dann von außen in Höhe der Mitter Wunde ein und führst sie an den gegenüberliegenden Seitenrand.

Dort führst Du sie wieder heraus. Am Einstiegsende solltest Du einen Knoten binden, damit der Faden dort bleibt. Die Wunde ziehst Du etwas zusammen. Die Nadel führst Du nun leicht versetzt wieder zurück auf die gegenüberliegende Seite und ziehst gleichfalls. Den Prozess führst Du solange fort, bis die Wunde verschlossen ist und verknotest das Abschlussende.

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