Liebe Leser,

inmitten der Corona-Pandemie kommen derzeit immer mehr Meldungen über Wassernotstand in deutschen Landen. Wir haben ja jüngst über die Probleme in Norddeutschland, genauer gesagt in Lauenau, berichtet.

Durbacher Winzer beklagen Trockenheit

Als Weinliebhaber sind wir jüngst zufällig auf die dramatische Lage in Sachen Wasser im Südwesten der Republik aufmerksam geworden. Die Winzer in Durbach klagen in diesem Jahr nicht nur über die corona-bedingt ausgefallenen Weinfeste. Hinzu kommt eine katastrophale Trockenheit. Die Hoffnung, ohne Bewässerung es bis zur Weinlese zu schaffen, erfüllte sich leider nicht. Insbesondere die jüngeren Rebstöcke hören bei Wassermangel auf, ihre Trauben zu versorgen. So kommt es nun, dass die Winzer mühsam mit Wassercontainer beladen in den Weinbergen bewässern müssen.

Das ist nicht nur arbeits- und zeitintensiv, sondern auch eine erhebliche Kostenfrage. Der örtliche kommunale Wasserversorger erfasst die Entnahmemenge an der Ausgabestelle und stellt den Winzern die üblichen Trinkwassergebühren in Rechnung. Bitter, aber wahr.

Darüber hinaus kommen selbst jene Winzerhöfe unter Druck, die auf eine dezentrale Wasserversorgung gesetzt haben. Die eine oder andere Quelle ist mittlerweile versiegt.

Die Region um Durbach ist mittlerweile so von der Trockenheit geplagt, dass selbst der namensgebende Bach, der Durbach, massiv leidet. An einigen Stellen ist das Bachbett fast komplett ausgetrocknet.

Ja, fast ganz Deutschland kämpft mittlerweile mit Wasserproblemen. Die Verantwortlichen haben bis vor kurzer Zeit diese ja nicht wirklich wahrhaben wollen. Die Corona-Pandemie hat aber auch diese Schwächen gnadenlos offengelegt.

Wie auch immer, jeder sollte sich vor der eigenen Haustür erkundigen, wie es vor Ort um das knappe Gut Wasser bestellt ist.

Und, jeder sollte immer seinen Wasservorrat pflegen. Das ist alternativlos.

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