Liebe Leser, 

am Ende des Jahres wird ja oft Bilanz für das alte Jahr gezogen: Wirtschaftsflaute oder Gewinn? Dann wagen die meisten Auguren auch einen Ausblick ins Neue Jahr. Diese Prognosen sind zu fast 100 Prozent immer optimistisch. Krank- und zwanghaft optimistisch möchte man da fast anmerken.

Gott sei Dank sind wir da etwas „freier“ und können auch relativ unbequeme Botschaften übermitteln. Kurzum, im kommenden Jahr das kommende Jahr wird mit Blick auf die volkswirtschaftliche Entwicklung bestenfalls ein Flautejahr werden. Die deutschen Schlüsselbranchen, die deutsche Industrie ist ja schon seit geraumer Zeit in der Rezession. Besserung ist mit Blick auf 2020 nicht in Sicht. Im Gegenteil. 

Maschinenbauer drosseln Produktion 

Zuletzt gaben ja die Autobauer eine relativ bescheidene, ja schlechte Prognose für das kommende Jahr ab. Die Maschinenbauer folgten prompt. Der Branchenverband VDMA sieht auch für das Jahr 2020 relativ schwarz. Die Produktion werde voraussichtlich erneut um zwei Prozent gedrosselt werden müssen. Das ist schon beachtlich, zumal ja auch in diesem Jahr die Produktion heruntergefahren wurde. 

Wirtschaftsflaute
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Wirtschaftsflaute: Kurzarbeit im Trend 

Wir haben ja an der Stelle schon – siehe hier – über den Hilferuf in Sachen Kurzarbeit aus Baden-Württemberg berichtet. Jetzt hat sich der bundesweite Branchenverband dieser Aufforderung angeschlossen. Die deutschen Maschinenbauer haben vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur eine Verlängerung der Kurzarbeit gefordert. Der Präsident des Branchenverbands VDMA, Carl Martin Welcker, sagte jüngst, dass es hilfreich wäre, wenn die Regierung jetzt Regeln wie in Krisenjahren 2008/9 für der Kurzarbeit beschließen würde. Herr Welcker forderte dazu auf, die mögliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit auf 24 Monate auszuweiten. Laut Herrn Welcker haben die Unternehmen der Branche im September Kurzarbeit für 14.500 Personen angezeigt. Im Mai seien es nur 6.400 gewesen. 

Wohl gemerkt, dabei handelt es sich nur um den Maschinenbau. Bosch-Chef Denner warnte ja schon im Herbst 2018 vor einer Flaute, die möglicherweise bis in das Jahr 2025 anhalten werde. 

Wir schließen uns dieser Warnung vollumfänglich an. Stellen Sie sich jedenfalls schon jetzt bestmöglich darauf ein!

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