Liebe Leser, 

normalerweise halten wir uns ja politisch bewußt zurück und beobachten das mitunter wilde „Treiben“ an der Politfront in deutschen Landen von der Seitenlinie aus. ABER – das Wahlergebnis der Landtagswahl in Thüringen stimmt schon sehr bedenklich. Wie sieht die Wirtschaftsprognose 2020 aus?

Unregierbares Land? 

Unter den vielen Risiken für die kommenden Jahren sollte das Polit-Risiko keinesfalls gering geachtet bzw. unterschätzt werden. Im Gegenteil. Wir stehen in deutschen Landen 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer vor schwierigsten Herausforderungen. Viele Beobachter sprechen in dem Kontext von einem tief gespaltenen Land. Die Risse der Spaltung können selbst bei bestem Willen nicht mehr verborgen bzw. kaschiert werden. Unter dem Strich spiegelt sich diese Entwicklung zunehmend in Wahlergebnissen wider. 

Krasses Beispiel war jüngst der Ausgang der Landtagswahl im Bundesland Thüringen. So ein Ergebnis hat es in der Nachkriegsgeschichte noch nicht gegeben. Umso schwieriger gestaltet sich die Regierungsbildung. Einige Beobachter konstatieren, dass faktisch Thüringen mit bisher bewährten „Koalitonen“ nicht regierbar ist. 

Wirtschaftsprognose 2020
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Wirtschaftsprognose 2020: Was kommt auf uns zu?

Anders gesagt, stabile politische Verhältnisse waren über Jahre, ja Jahrzehnte das stabilisierende Merkmal der Bundesrepublik. Diese berechenbaren politischen Verhältnisse waren auch Garant für wirtschaftliche Stabilität. Diese Zeiten scheinen langsam aber sicher der Vergangenheit anzugehören. Politisch betrachtet gehen wir äußerst schwierigen, unsicheren Zeiten entgegen. Seriöse Prognosen sind da kaum mehr möglich. Allen voran wird in einem derart schwierigem Umfeld auch mittel- bis langfristig die Wirtschaft Probleme bekommen. Und zwar genau wegen der Tatsache, dass langfristige Planbarkeit nahezu unmöglich geworden ist. 

Und unter dem Strich dürfen wir uns da auf einiges „gefasst“ machen. Anders gesagt, das negative Überraschungspotenzial ist da enorm. Und „billiger“ wird es nicht werden. Das sollte man alles im Hinterkopf haben. Denken wir da nur kurz an klamme Kommunen, die über Jahre hinweg ja schon brachial an der kommunalen Gebühren- und Steuerschraube drehen. 

Wir sollten an der Stelle auch nicht unterschätzen, dass die „Verhältnisse“ noch weitaus krasser und schlechter werden könnten. Und zwar dann, wenn die Wirtschaft über Jahre hinweg kriseln und schwach bleiben sollte. Wie schon mehrmals hier erläutert: stellen wir uns auf raue Zeiten ein. Wir können leider den Wind nicht ändern, aber uns zumindest bestmöglich an die neuen Verhältnisse anpassen! Lesen Sie außerdem hier eine Erläuterung zur drohenden Wirtschaftskrise 2020.

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