Vorbereitung auf das Schlimmste: Preppen mit Plan!

Im Falle einer Katastrophe erleichtert Vorbereitung das Überleben und die Rückkehr zu einer neuen Normalität. Wir zeigen, wie Sie einen Vorrat für zuhause anlegen und aktualisieren und was in den Prepper Rucksack für den Worst Case gehört.

Das Wichtigste auf einen Blick

Was ist ein Prepper?

Der Begriff Prepper kommt vom Englischen “to be prepared” – bereit sein. Prepper treffen Vorbereitungen für den Fall einer Katastrophe. Während die einen einen Notfall Vorrat wichtiger Dinge für ein Überleben der ersten 14 Tage anlegen, treffen andere mit Schutzbauten und Nahrungsmittelanbau Vorkehrungen für ein neues Leben unter veränderten Vorzeichen.

Welche Lebensmittel lassen sich gut bevorraten?

Geeignet sind alle Lebensmittel, die lange haltbar, stabil verpackt und gut stapelbar sind. Wichtige Dinge sind Grundnahrungsmittel wie Mehl, Reis, Nudeln und Getreideflocken, aber auch alles, was den Speiseplan bereichert wie Fisch- und Fleisch, Obst- und Gemüse in Konserven, oder der Zubereitung dient wie Öl, Zucker, Salz und Gewürze. Genussmittel wie Schokolade, Kekse, Kaffee, Tee und gegebenenfalls Alkohol und Zigaretten heben die Moral in schweren Zeiten und lassen sich gut aufbewahren.

Daneben gibt es spezielle Lebensmittel für Prepper, die jahrelang haltbar sind, über eine hohe Kaloriendichte verfügen und wenig Platz einnehmen.

Spezielle Prepper Lebensmittel:

  • dehydrierte Lebensmittel
  • Prepper Mahlzeiten
  • Energieriegel

Was gehört in einen Prepper Rucksack?

In die sog. Bug out Bag gehören Dinge, die im Worst Case elementare Bedürfnisse nach Licht, Wärme, Nahrung/Wasser, Hygiene/medizinischer Versorgung und Schutz befriedigen.

Licht:

  • handbetriebene Taschenlampe
  • Knicklicht, Headlight oder Laterne

Wärme:

  • Feuerzeug
  • Zunder
  • Wasserdichtes Behältnis

Nahrung und Wasser:

  • Energieriegel
  • Nüsse
  • Schokolade
  • Wasser für mindestens 48 Stunden samt Filter und Feldflache

Medizinische Versorgung und Hygiene:

  • Erste Hilfekasten
  • Wund- und Brandsalbe
  • Fieber-und Schmerzmittel
  • Desinfektionsspray
  • individuell Medikamente
  • Zahnpasta, Zahnbürste, Seife
  • individuell Hygieneartikel für Damen

Schutz:

  • Tarp oder Poncho
  • wasserabweisende Isomatte
  • Schlafsack
  • 1-2 Sets Wechselwäsche, insbesondere Socken, Unterwäsche, warmer Kragenpullover

Einfaches Werkzeug wie ein Klappspaten, scharfes Messer mit Wetzstein, eventuell Axt und Drahtsäge mit Ersatzsägeblatt oder ein einfaches Angelset können sehr nützlich sein.

Sinnvoll sind daneben ein stromloses UKW-Radio, eventuell ein Smartphone mit solar- oder handbetriebenem Ladegerät, für Informationsbeschaffung und Kommunikation. Ein Kompass und Landkarten erleichtern die Orientierung.

Eine gewisse Menge an Bargeld und alle wichtigen Papiere müssen wasserdicht verpackt mitgeführt werden.

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Strategisch vorsorgen: Prepper Einkaufsliste

Neben Haltbarkeit und Lagerung bei der Auswahl der Lebensmittel sind beim Einkauf auch die richtigen Mengen pro Person zu berücksichtigen.
Der Einkauf sollte einen Erwachsenen mit durchschnittlichem Energieverbrauch 14 Tage lang versorgen. Hier ein Vorschlag für eine Einkaufsliste, die natürlich den persönlichen Vorlieben angepasst werden soll:

  • 28 L Getränke, v. a. Wasser
  • ca. 4 kg Getreideprodukte (Reis, Nudeln, Getreideflocken, Knäckebrot, Mehl)
  • ca. 7 kg Gemüse (Linsen und Bohnen, Konserven wie Rotkohl, zu einem kleineren Teil gut lagerbares Gemüse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Karotten)
  • ca. 4 kg Obst (Konserven wie Apfelmus oder getrocknet wie Aprikosen, zu einem kleineren Teil lange haltbare frische Früchte wie Äpfel, Birnen oder Zitrusfrüchte)
  • ca. 200 gr Nüsse und Samen
  • ca. 500 gr oder mehr Fette und Öle
  • ca. 4 kg H-Milch und haltbare Milchprodukte wie Hartkäse
  • ca. 1,5 kg Fisch- und Fleischkonserven
  • 10 oder mehr Eier

Hinzu kommen eine Großpackung Zucker, Salz, Gewürze nach Wunsch, eine Packung Instantbrühe, Pastasaucen nach Geschmack sowie Genussmittel wie Kekse, Schokolade, Chips, Kaffee und Tee, eventuell Alkohol und Zigaretten entsprechend dem persönlichen Verbrauch.

Der pro Person veranschlagte Wasservorrat beinhaltet sowohl Trinkwasser als auch Kochwasser. Zum Waschen und Putzen sollte man im Notfall Leitungswasser benutzen. Ist der Zusammenbruch der Wasserversorgung zu befürchten, sollte man schnell die Badewanne füllen. Wer sicher gehen will, kann auch ein großes Wasserfass mit Leitungswasser füllen und für Notfälle versiegeln.

Vegetarier und Veganer können leicht folgende Anpassungen vornehmen: (Tabelle)

Proteinlieferant – Hülsenfrüchte, Getreide, Leinsamen, Tofu (ungekühlt haltbar)
Calciumlieferant – Haselnüsse, Kichererbsen, Leinsamen, Brennnessel (lässt sich auch anbauen)
Milch – Getreidemilch (fertig besonders lange haltbar oder leicht selbst herzustellen aus Hafer oder Dinkel)

Welche Prepper Lebensmittel für den Vorrat

Wer einen Prepper Vorrat anlegt, denkt vielleicht als erstes an spezielle Produkte wie Energieriegel, dehydrierte Lebensmittel und spezielle Prepper Mahlzeiten. Sie alle weisen eine hohe Kaloriendichte auf, sind jahrelang haltbar und nehmen wenig Platz in Anspruch.

Energieriegel

Energieriegel sind so konzipiert, dass sie den Tagesbedarf eines Erwachsenen decken. Man kann sie trocken essen, etwas angenehmer wird es, wenn man sie mit etwas Wasser oder Milch zu einem Brei anrühren kann.

Dehydrierte Lebensmittel

Dehydrierte Lebensmittel werden zu einer ordentlichen Mahlzeit, wenn man ihnen Wasser zuführt. Auf keinen Fall dürfen sie in dehydrierter Form verzehrt werden, da sie sonst im Magen rehydrieren und zu gesundheitlichen Problemen führen.

Prepper Mahlzeiten

Die Prepper Mahlzeiten kommen als eine Art Tütengericht für jeden Geschmack in vielen verschiedenen Varianten und sind immer eine komplette Mahlzeit. In der Packung enthalten sind Elemente, die den Inhalt erwärmen und somit zu einer richtigen warmen Mahlzeit machen. Im Notfall können sie auch kalt verzehrt werden. Geschmacklich hat sich in den letzten Jahren auf diesem Markt viel getan.

Bei allen speziellen Lebensmitteln für Prepper besteht aufgrund der hohen Kaloriendichte und dem geringen Flüssigkeitsanteil die Gefahr der Verstopfung, zumindest bei längerer Verwendung. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und Kaugummi mit künstlichen Süßstoffen kann vorbeugen.

Doch wie die Prepper Einkaufsliste zeigt, müssen es nicht immer spezielle Produkte sein, die geeignet sind, einen Vorrat anzulegen. Vieles von dem, was wir alle in der Küche haben und täglich verzehren, ist bei strategisch klugem Einkauf dazu geeignet, die ersten 14 Tage nach einer Katastrophe relativ normal zu überstehen. Wie im normalen Alltag sollte man darauf achten, alle wichtigen Lebensmittelgruppen in richtiger Menge pro Person vorrätig zu halten.

Grundnahrungsmittel:

  • Mehl
  • Reis
  • Nudeln
  • Getreideflocken
  • Linsen
  • Bohnen
  • Nüsse
  • individuell Babynahrung

Konserven:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Gemüse
  • Obst

Zubereitung:

  • Öl
  • Salz
  • Zucker
  • Instantbrühe
  • getrocknete Gewürze

Genussmittel:

  • Schokolade
  • Kekse
  • Chips
  • Kaffee
  • Tee

Individuell auch Alkohol und Zigaretten.

Prepper Vorrat anlegen und aktuell halten

Welche Lebensmittel neben speziellen Produkten für Prepper in Vorrat gehören, haben wir bereits beschrieben. Doch wie bewerkstelligt man die Vorratshaltung auf unbestimmte Zeit, ohne dass Dinge verderben oder aufgebraucht sind, wenn der Notfall eintritt?

Grafik: 3 Strategien, einen Prepper Vorrat anzulegen

1. Dynamische Vorratshaltung
2. Richtige Lagerung
3. Regelmäßige Kontrolle

Dynamische Vorratshaltung

Bei der dynamischen Vorratshaltung wird so eingekauft, dass der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen 14 Tage lang gedeckt werden kann, ohne auf ein leeres Regal zu stoßen. Da die Lebensmittel im Alltag benutzt werden, müssen Lücken alle 14 Tage in entsprechender Menge aufgefüllt werden. Wichtig: Neue Produkte kommen hinten ins Regal, damit ältere Produkte vor Verfallsdatum verbraucht werden.

Die dynamische Vorratshaltung garantiert nicht nur, dass im Notfall jeder Person im Haushalt ein kompletter Vorrat für 14 Tage zur Verfügung steht. Sie ist auch im Alltag praktisch. So spart man nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Denn wer mit Plan und nach Bedürfnis einkauft, fährt günstiger. Außerdem lassen sich so regelmäßig Sonderangebote nutzen.

Richtige Lagerung

Lebensmittel sind kühl, trocken und dunkel zu lagern. Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit kommen hinten ins Regal. Natürlich kann man v. a. Fleisch und Fisch, aber auch Gemüse und Obst oder sogar Eier in der Tiefkühltruhe bevorraten. Falls der Strom ausfällt, sind diese Lebensmittel als erstes aufzubrauchen, da sie ohne Kühlung schnell verderben. Gleiches gilt für alles, was zum Zeitpunkt der Katastrophe im Kühlschrank ist.

Regelmäßige Kontrolle

Nicht nur Feuchtigkeit kann Vorräten wie Mehl, Reis und Nudeln zum Verhängnis werden. Schädlingsbefall ist ein besonderes Problem. Manchmal sind die Schädlinge bereits beim Einkauf in den Packungen und können von dort alle Vorräte befallen. Soweit möglich sollte alles luftdicht verpackt werden. In jedem Fall muss regelmäßig, spätestens einmal im Monat, auf Schädlingsbefall kontrolliert werden.

Frische Lebensmittel

Zur strategischen Vorratsplanung kann es auch gehören, gelagerte Lebensmittel nach zu züchten. Das klappt besonders gut bei Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Karotten und Sprossen. Wer längerfristig plant, kann natürlich auch im Haus, auf Balkon oder Garten Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika ziehen oder sich an Pilzen versuchen.

Notfall-Marschgepäck: Der Prepper Rucksack

Im schlimmsten aller Fälle kann man die Zeit nach einer Katastrophe nicht im Haus aussitzen. Damit sind auch die angelegten Vorräte verloren. Häufig muss man das Haus fluchtartig verlassen und kann nicht zurückkehren, etwa bei einem Erdbeben. Eine sog. Bug out Bag oder Go Bag muss alles enthalten, was ein Überleben in freier Natur ermöglicht. Die oben genannte Grundausrüstung für die Versorgung mit Licht, Wärme, Nahrung und Wasser, Medizin und Hygiene sowie Schutz vor Wind und Wetter findet sich am leichtesten im speziellen Prepper Shop.

Wichtig ist neben dem Inhalt des Rucksacks auch der Rucksack selbst. Unter Umständen muss man eine umfangreiche und schwere Ausrüstung über lange Strecken und bei jedem Wetter tragen. Fassungsvermögen von mindestens 60 L plus extra Außenfächer, Schlaufen und Taschen an Schulter- und Bauchgurten, Tragekomfort mit wattierten Schulterriemen und angepasstem Gestell sowie Stabilität (Qualität) und Wasserundurchlässigkeit (Überzug) sind wichtige Dinge, die zu bedenken sind.

Einkaufen im Prepper Shop

Im Prepper Shop finden sich alle Dinge, die v. a. in die Go Bag gehören: Vom Rucksack selbst über spezielle Lebensmittel, verschiedene Wasserfiltersysteme, Leuchtmittel und alles, was man braucht, um ein Feuer zu starten oder eine Notunterkunft zu bauen. Dabei lassen sich die meisten dieser Dinge auch gut für Outdoor-Fans, Survivalkünstler und Bushcraftler verwenden. Ebenso wie ein Grundvorrat an Lebensmitteln ist die Investition in Ausrüstung damit in mehrfacher Hinsicht lohnend, auch wenn es nie zu einer Katastrophe kommen sollte.

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Haus sichern: So schützen Sie sich vor Plünderern

Nach einem Zusammenbruch der staatlichen Ordnung werden marodierende Banden durch die Straßen ziehen und versuchen, sich das zu holen, was sie zum Überleben brauchen. Hier einfache Tricks, die Ihr Grundstück sicher machen – und fast nichts kosten.

Unterschätzen Sie eine Krisensituation niemals! Sobald die staatliche Ordnung, die Wasser- und Stromversorgung zusammenbricht und die Supermärkte leer sind, wird Chaos ausbrechen. Das hat die Vergangenheit schon oft gezeigt. Hilferufe und Notruf-Apps helfen Ihnen jetzt nicht mehr unbedingt weiter. Sie müssen besondere Maßnahmen treffen und ihr Haus sichern, bevor es zu spät ist.

Vorher ganz normale Menschen, die Angst um das Überleben ihrer Familien haben, können sich zu marodierenden Banden zusammenschließen, die sich alles nehmen werden, was sie brauchen.

Davor sind Sie nirgends sicher. Gerade in »ruhigen» und abgeschiedenen Wohnvierteln werden diese Plünderer und Marodierer auftauchen. Denn dort leben in der Regel besser situierte Menschen in Einfamilienhäusern – und bei denen ist immer etwas zu holen.

Deshalb sollten Sie Ihr Grundstück so gestalten, dass es die Plünderer schwer haben, in Ihr Haus zu kommen. Hier Ratschläge, die Sie ohne großen Aufwand umsetzenkönnen:

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Tipp 1: Haus sichern durch dichte Bepflanzungen

Große Hecken und Sträucher bieten Plünderern einen Sichtschutz. Vermeiden Sie daher dichte Bepflanzungen direkt am Haus. Besonders an einbruchsgefährdeten Stellen wie Fenster, Türen, Terrasse oder Garage. Ideal ist eine Hecken- und Buschhöhe von 60 bis 90 Zentimeter.

Tipp 2: Außentüren

Natürlich versuchen Plünderer den einfachsten Weg zu nehmen und dieser ist durch Ihre Außentüren. Deshalb: Schließen Sie die Türen ab, auch tagsüber! Vergessen Sie Gartentüren, Schuppen-, Hof- und Garagentore nicht und schließen Sie alle Leitern weg.

Tipp 3: Gartengeräte

Schließen Sie Ihre Gartengeräte, wie Schaufeln oder andere Dinge weg, denn mit diesen können Plünderer Ihre Scheiben einschlagen.

Tipp 4: Aufstiegshilfe

Plünderer versuchen auch in höher gelegene Stockwerke zu kommen und zwar über Aufstiegshilfen wie Gartenmöbel oder Mülltonnen. Sichern Sie diese mit einer Kette, damit diese nicht an Stellen getragen werden können, an denen man nach oben klettern kann.

Tipp 5: Türen und Fenster

Schließen Sie Ihre Haustür, auch wenn Sie das Haus nur kurz verlassen! Ebenso Fenster, Balkon- Garagen- und Terrassentüren.

Gekippte Fenster sind offene Fenster! Sichern Sie sich zusätzlich durch einen Tür und Fensteralarm ab – eine hochwertige Variante bietet Ihnen die Marke Homelus.

Eine Methode wie Sie ihr Haus sichern und Fenster und Türen effektiv schützen können, zeigt Ihnen folgendes Video:

Sie sehen, Sie können es den Marodierern etwas schwerer machen, wenn Sie Maßnahmen ergreifen und ihr Haus sichern.

Sollten Sie vor den Plünderern fliehen müssen, helfen Ihnen diese Tipps weiter: Orientierung im Gelände: Wie Sie sich in der Natur nicht verirren!

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Windanlage: Mit eigener Windenergie autark sein

Mit meinem Basiswissen über den täglichen Bedarf können Sie sich jetzt schon auf schlimme Krisenzeiten vorbereiten.

Neben der Sonne kann auch der Wind zur Energienutzung verwendet werden. Die Menschen tun dies seit Jahrhunderten. Denken Sie nur an Windmühlen oder Windräder, die bereits in früheren Epochen kinetische Windenergien in mechanische Energien umwandelten.

Heute besitzen die meisten Windgeneratoren oder Windkraftanlagen zwei bis fünf Rotorblätter (oder Repeller).

Diese nehmen den Wind auf und drehen die Rotorwelle der horizontalen Achse, die wiederum einen elektrischen Generator antreibt und die mechanische in elektrische Energie umwandelt. Diese wird dann schließlich in Akkumulatoren zur Weiterverwendung gespeichert.

Die meisten dieser Anlagen werden auf einem Masten oder Turm montiert und sind mit einer elektronischen oder mechanischen Sicherheitseinrichtung ausgestattet, die bei zu starker Windgeschwindigkeit eine Bremse auslöst.

Windanlage: Eine gute Übersicht über das Thema sehen Sie in folgendem Video:

Windanlage: Häufig gestellte Fragen:

Wie viele Rotorblätter brauche ich? Es gibt zahlreiche unterschiedliche Modelle, manche haben zwei, andere drei oder fünf Rotorblätter.

Wie viel Strom kann ich mit einer Windkraftanlage erzeugen? Eine 600-W-Windkraf tanlage (0,6 kW) erzeugt so viel Strom, dass man ein Haus mit vier Zimmern damit beleuchten kann. Eine 2500-W-Wind-kraftanlage (2,5 kW) liefert darüberhinaus noch so viel Strom, dass die meisten Elektrogeräte damit betrieben werden können.

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Wie lange ist die Lebensdauer einer Windkraftanlage? Das hängt natürlich von der jeweiligen Anlage ab, manche Hersteller bestätigen jedoch eine Lebensdauer von 20 Jahren und mehr.

Wie hoch muss der Mast sein? Zwischen 5,5 und 15 Meter.

Werden Windkraftanlagen finanziell gefördert? Bis zu einem bestimmten Anteil wird der so gewonnene Strom aufgrund des Er- neuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Erkundigen Sie sich bei den zuständigen Stellen.

Brauche ich Genehmigungen? Entsprechende Genehmigungsverfahren erfragen Sie bitte auf dem Bauamt oder der zuständigen Baubehörde, da diese regional bedingt unterschiedlich sein können.

Windanlage im Inselbetrieb

“Inselbetrieb” heißt in diesem Fall: ohne Verbindung zum öffentlichen Stromnetz. Eine ideale Lösung, wenn Sie an einem entlegenen Ort leben und sich mit Strom versorgen wollen, oder wenn durch einen Crash die öffentliche Stromversorgung zusammengebrochen ist.

Mein Tipp: Diese Art von Stromerzeugung ist nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen und Landschaften möglich, wie etwa höher gelegene Orte oder Gegenden, an denen das ganze Jahr über der Wind bläst.

Die Windkraftanlage im Inselbetrieb besteht aus einem Windgenerator oder eine Turbine, die an einem Mast befestigt ist, einem Wechselrichter und mehreren Akkumulatoren.

Funktionsweise:

● Der Wind, der von den Rotorblättern aufgenommen wird, setzt den Rotor in Bewegung.

● Dieser dreht sich horizontal und treibt über die gemeinsame Welle den Generator an.

● Der Generator wandelt die Bewegungskraft in Elektrizität um. Diese wird in Batterien gespeichert und an einen Wechselrichter weitergeleitet.

● So gelangt die Windenergie als Wechselstrom ins Haus.

Windkraftanlage im Netzparallelbetrieb

»Netzparallelbetrieb» bedeutet, die Anlage ist an das öffentliche Stromversorgungsnetz angeschlossen. Der durch die Windkraftanlage erzeugte Strom wird zunächst zur Eigennutzung verbraucht und die überschüssige elektrische Energie in das Stromnetz eingespeist.

Mein Rat: Das hilft Stromkosten zu sparen, Schadstoffemissionen zu verringern und Sie machen sich vom öffentlichen Stromnetz weitgehend unabhängig.

Windkraftanlagen sind also eine gute Alternative, um Strom selbst zu erzeugen, denn der Wind schickt keine Rechnung!

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Wein selbst herstellen: Eine Schritt-für-Schritt Anleitung

Sie möchten ihren eigenen Wein herstellen? Das ist gar nicht so schwer, wie es sich anhört. Um Ihren eigenen Fruchtwein herzustellen, benötigen Sie folgende Utensilien (die entsprechenden Mengen entnehmen Sie bitte der angefügten Tabelle weiter unten):

✓ Obst

✓ Gäreimer

✓ Presse oder fein gewebtes Baumwolltuch (mindestens1 x 1 Meter)

✓ Filtervlies

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✓ Wasser

✓ Pektinase

✓ Zucker

✓ Milchsäure

✓ Weinhefe und Hefenährsalz (oder Turbohefe)

Wein selbst herstellen: Das Grundrezept ist für alle Obstsorten gleich.

Und so geht’s:

  1. Wählen Sie frische, reife Früchte aus, entstielen Sie diese und waschen Sie sie gut unter lauwarmem Wasser. Tipp: Bauen Sie das Obst selbst an, sollten Sie auf eine effektive Schädlingsbekämpfung achten.

  2. Dann zerkleinern Sie die Früchte: Steinobst entkernen und zerdrücken. Beim Kernobst Kerngehäuse und faule Stücke herausschneiden und anschließend in dünne Scheiben zerlegen. Beeren zerdrücken.

  3. Obst mit Wasser in Gäreimer geben und die Pektinase sorgfältig einrühren.

  4. Maische etwa zwei Stunden unter gelegentlichem Umrühren stehen lassen.

  5. Saft aus der Maische mithilfe einer Presse oder eines fein gewebten Baumwolltuches und einem Stock auspressen (Presse nach Gebrauchsanweisung benutzen). Das Baumwolltuch so verwenden: Tuch an seinen vier Ecken verknoten, über einen großen Gäreimer halten, die Maische in das Tuch geben, den Stock oben durch das Tuch stecken und langsam zudrehen.

  6. Wenn Sie eine Fehlgärung vermeiden wollen, können Sie in den Saft Kaliumdisulfit (Packungsbeilage beachten) einrühren (optional).

  7. Um ein harmonisches Alkohol-Säure-Verhältnis zu erhalten, ausgleichende Maßnahmen durchführen: Dem Saft Milchsäure und/oder ein Drittel des Zuckers zuführen (s. Rezepttabelle).

  8. Gärung durch die Zugabe von Hefe einleiten. Bei der Verwendung von Weinhefe zuerst das Hefenährsalz sehr sorgfältig einrühren. Anschließend Weinhefeaufstreuen und nach etwa 15 Minuten (wenn vom Hersteller keine anderen Angaben gemacht werden) ebenfalls unterrühren. Turbohefe hingegen gleich aufstreuen und einrühren.

  9. Gäreimer gut verschließen und einen Gärspund anbringen.

  10. Für die Gärung sollte die Raumtemperatur zwischen 15 und 20°C liegen.

  11. Im Abstand von jeweils 4 Tagen jeweils ein weiteres Drittel Zucker vorsichtig einrühren.

  12. Wenn die Flüssigkeit beginnt, klar zu werden, ist die Gärzeit beendet.

  13. Gäreimer kühl stellen und warten, bis der fast fertige Wein komplett klar ist.

  14. Um die Haltbarkeit zu verbessern jetzt nochmals Kaliumdisulfit zugeben werden (optional).

  15. Wein so in einen anderen Eimer umfüllen, dass der Bodensatz im ersten Eimer bleibt.

  16. Nochmals durch einen sehr feinen Filter oder ein Filtervlies geben, damit keinerlei Rückstände zurückbleiben.

  17. Den fertigen Wein können Sie nun in sterilisierte trockene Flaschen umfüllen. Bitte kühl und dunkel lagern.

Prost!

wein selbst herstellen 1

Folgendes Video zeigt Ihnen nochmal alle wichtigen Schritte zum Nachmachen:

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Bohnen anbauen: Diese Tipps sollten Sie kennen!

Eine autarke Versorgung ist wichtig. Sowieso, wenn es nach einem Crash, Krieg oder einer Tornado Katastrophe nichts mehr im Supermarkt zu kaufen gibt. Monat für Monat kläre ich Sie deshalb auf, wie Sie einen eigenen Garten bewirtschaften, Tiere halten und eigene Lebensmittel herstellen. Hier erfahren Sie, wie Sie Bohnen anbauen.

Bohnen anbauen: Dicke Bohnen

Die dicke Bohne ist eine einjährige eher krautige Pflanze, die zwischen 30 Zentimeter und 2 Meter hoch werden kann. Ihr Stängel ist aufrecht und vierkantig, hohl und kahl. Die Blätter sind blaugrün, etwas fleischig und un-behaart.

Die recht großen, duftenden Blüten stehen in den Blattachseln und haben meist eine weiße Farbe mit je einem purpurfarbigen Fleckchen an den Blütenblättchen. Sie können aber auch reinweiß oder mit andersfarbigen Tupfen sein. Die Früchte sind bis zu 20 Zentimeter lang, unbehaart und anfangs grünlich. Wenn sie reif sind, werden sie braun bis sogar schwarz und enthalten zwei bis sechs Samen.

Je nach Sorte sind diese verschieden groß und reichen in der Farbskala von hellrötlich-braun, dunkel-grünlich-braun bis Dunkelrot. Oft haben sie Punkte und Fleckchen in mehr oder weniger abweichender Farbe.

Bodenbeschaffenheit

Dicke Bohnen gedeihen am besten im feuchten, durchlässigen, nahrhaften Boden, der mit viel Mist angereichert wurde. Als Standort bevorzugt die Pflanze einen sonnigen, geschützten Standort.

Anbau und Pflege

Um zum einen die Keimung zu erleichtern und zu beschleunigen, aber auch um vom Wetter unabhängiger zusein, sollten Sie die Bohnen für etwa 24 Stunden vor der Aussaat in Wasser legen. Sie können dann ohne weitere Wasseraufnahme aus dem Boden keimen. Sobald dann der Boden im Februar nicht mehr gefroren ist, kann mit der Aussaat begonnen werden.

Der Reihen- und Pflanzenabstand hängt immer von verschiedenen Faktoren und auch von den Sorten ab. Der Reihenabstand von etwa 50 Zentimetern und ein Pflanzenabstand von 15-25 Zentimeter sollten aber auf jeden Fall eingehalten werden.

Die Saattiefe beträgt ungefähr sieben bis neun Zentimeter. Wenn die Pflänzchen einige Zentimeter hoch sind, wird die Erde um die Stängel etwas angehäuft und die Erde dazwischen geharkt.

Wenn später die Blüten aufgehen, ist es sinnvoll die oberen Knospen auszubrechen, um die schwarzen Blattläuse abzuwehren. Die Pflanzen müssen immer reichlich gegossen, und wenn sie größer sind, mit Rankhilfen gestützt werden.

Dicke Bohnen anbauen – weitere Tipps verrät Ihnen folgendes Video:

Ernte

Abhängig von der Pflanzzeit und der Sorte, können dicke Bohnen von Juni bis Oktober geerntet werden, etwa 12 bis 16 Wochen nach der Aussaat. Nach der Ernte die Pflanzen sehr kurz zurückschneiden und die Wurzeln in der Erde lassen, denn sie sind sehr stickstoffhaltig und reichern den Boden an.

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Sorten

Die Witkiem ist eine frühe Sorte, die gleich im Februar, spätestens März ausgesät werden sollte. Sie ist sehr widerstandsfähig und verspricht einen guten Ertrag. Hang Down ist eine grünkernige Sorte, deren Bohnen sich nach dem Kochen nicht verfärben.

Eine Sorte mit schwarz gefleckter Blüte ist die Con Amore. Ihre Bohnen verfärben sich nach dem kochen braun, was aber die Qualität nicht beeinflusst.

Grüne Bohnen

Die grüne Bohne ist eine krautige Pflanze von unterschiedlicher Größe. Ihre Stängel winden sich um alles, was man ihnen bietet. Ihre grünen Blätter sind in drei zugespitzte Teilblätter aufgegliedert. Blüten zeigen sich von Juli bis Oktober und sind traubenartig angeordnet. Die Frucht ist grün, länglich und enthält die Samen.

Bodenbeschaffenheit

Grüne Bohnen lieben lockere Böden an einem windgeschützten sonnigen Standort. Es ist sinnvoll, vor der Aussaat dem Boden etwas Kalk zuzugeben, um den Säuregehalt etwas zu neutralisieren.

Anbau und Pflege

Grüne Bohnen sind sehr einfach zu kultivieren. Sie werden in fünf Zentimeter tiefe und in einem Abstand von 40 Zentimetern liegende Rillen ausgesät.

Der Pflanzabstand beträgt fünf bis acht Zentimeter. Man sollte darauf achten, dass sie reichlich gegossen werden. Wenn die Pflänzchen ein paar Zentimeter hochgewachsen sind, wird der Boden um die Stängel leicht angehäuft, um sie vor Frost und Wind zu schützen.

Für Klettersorten werden nun entsprechende Stützen aufgebaut. Wenn man recht früh oder auch noch spät ernten möchte, kann man die Pflanzen mit Folien abdecken, um sie vor Kälte zu schützen.

Wie der Anbau von grünen Bohnen aussehen kann, sehen Sie in folgendem Video:

Ernte

Die Bohnen können gepflückt werden, sobald sie fest sind. Dies sollte mindestens jeden zweiten Tag geschehen, da sie sehr schnell wachsen.

Sorten

Die Goldmarie ist eine sehr frühreife Stangenbohnensorte mit einem ausgezeichneten Aroma.

Triomphe de Farcy ist eine Buschbohne mit sehr zarten Hülsen. Sie muss sehr jung geerntet werden.

Cupidon ist ebenfalls eine Buschbohnensorte mit fadenlosen Hülsen und braun-beige marmorierten Kernen.

Weiße Bohnen

Die weiße Bohne zählt zur selben Art, wie die grüne. Allerdings bringt diese Sorte im Vergleich große, saftige und vor allem sehr eiweißhaltige Kerne hervor.

Bodenbeschaffenheit:

Die weißen Stangenbohnen bevorzugen einen frischen, lockeren, leichten und humushaltigen Boden an einem warmen und sonnigen sowie geschützten Standort. Am besten pflanzt man sie in einen tiefgründig umgegrabenen Boden, der durch vorangegangenen Anbau schon gut gedüngt wurde.

Anbau und Pflege

Vor der Aussaat sollte der Boden gut geeggt und gerecht werden, sodass er schön fein krumig ist. Hier macht es ebenfalls Sinn, wie bei den Dicken Bohnen, die Samen etwa 24 Stunden vor der Aussaat in Wasser einzulegen, um die Keimung zu beschleunigen. Die Aussaat sollte erst erfolgen, wenn der Boden etwa auf zehn bis zwölf Grad aufgewärmt ist.

Die Samen werden in Rillen von fünf Zentimeter Tiefe und in einem Abstand von 40 Zentimetern für niedrige Sorten und etwa 70 Zentimeter für Kletterpflanzen gesät. Der Pflanzabstand je Samen sollte fünf bis acht Zentimeter betragen.

Sobald die Pflänzchen sprießen, wird Mulch aus gut verrottetem Mist auf beide Seiten der Reihen aufgelegt. Wenn sie einige Zentimeter hoch sind, wird die Erde um die Stängel etwas angehäuft, um sie vor Frost und Wind zu schützen. Für die Klettersorten werden entsprechende Stützen oder Gerüste aufgebaut. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Wurzeln immer gut gegossen werden.

Ernte

Die Ernte beginnt in der Regel ab Mitte Juli. Bohnen mit frischen Kernen pflückt man, sobald die Hülsen gut gefüllt sind. Bei trockenen Kernen wartet man, bis sie reif sind, und lässt sie an den Stöcken trocknen. Wenn das Wetter sehr schlecht ist, schneidet man sie ab und hängt sie drinnen, kopfüber an einem warmen und gut belüfteten Platz auf.

Sorten

Big Borlotto Feuerzunge ist eine italienische Buschbohne mit breiten Schoten und großen runden Kernen.

Die Soissons vert àrames verspricht eine ergiebige Ernte und gute Lagerfähigkeit.

Crochu de Montmagny ist eine Trockenbohnensorte mit kleinen granatroten Kernen, die ebenfalls gut zu lagern ist.

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Konservierungsmethoden: So machen Sie Ihre Lebensmittel haltbar

Als Selbstversorger haben Sie nun die »Früchte« Ihrer Anstrengungen vom Frühjahr bis Sommer eingefahren. Jetzt ist es wichtig, dass Sie Ihre Lebensmittel für den Verzehr im Winter haltbar machen. Wie das geht und welche Konservierungsmethoden es gibt, zeige ich Ihnen jetzt.

Allgemeines

Wenn Sie sich das ganze Jahr über mit selbst hergestellter, abwechslungsreicher und hochwertiger Nahrung versorgen wollen, müssen Sie Ihre Erzeugnisse richtig lagern und vor dem Verderben schützen. Das bedeutet: Diese müssen behandelt oder konserviert werden.

Dazu sollten Sie zunächst wissen, was den Lebensmitteln schadet und Sie dagegen tun können. Für das Verderben zahlreicher Nahrungsmittel sind in der Hauptsache vier Faktoren verantwortlich:

Faktor 1: Enzyme

Enzyme sind ein natürlicher Bestandteil der meisten Pflanzen, bewirken aber in einem bestimmten Zeitraumentsprechende Umwandlungen, die die Nahrungsmittel ungenießbar machen. Sie werden durch Temperaturen über 60°C oder unter 20°C funktionsunfähig.

Faktor 2: Bakterien

Manche Bakterien können den einen oder anderen Konservierungsvorgang günstig beeinflussen. Andere hingegen sind schädlich, zerstören die Lebensmittel und können sogar unsere Gesundheit gefährden.

Manche Bakterien sterben erst bei 115°C Hitze ab, können also durch Kochen, was bei 100°C stattfindet, nicht unschädlich gemacht werden. Bei sauren Lebensmittelnmit einem pH-Wert von unter 4,5, werden sie allerdings inaktiv. Alle anderen Lebensmittel müssen Sie sicherheitshalber sehr lange oder in einem Dampfdrucktopf kochen.

Faktor 3: Schädlicher Schimmelpilz

Es gibt auch unschädliche Schimmelpilze, trotzdem sollte Sie diese, außer vielleicht im Schimmelkäse, meiden. Als weißer pelziger oder grauschwarzer staubiger Überzugmacht er uns das Leben schwer. Ab 50°C oder unter 0°C breitet er sich nicht mehr aus, ab 60°C stirbt er ab.

Faktor 4: Hefepilz

Hefepilz gedeiht bei ähnlichen Temperaturen wie der Schimmelpilz. Durch ihn entsteht ein Gärvorgang, der Zucker in Alkohol umwandelt. Das ist zwar nützlich bei der Bier- und Weinherstellung, verdirbt aber leider viele Lebensmittel.

Konservierungsmethoden: In Essig einlegen

Grundsätzlich können die meisten Gemüse und auch Obstsorten in Essig eingelegt werden. Das ist reine Geschmacksache.

Am bekanntesten sind eingelegte Zwiebeln, Gurken und Tomaten. Die Zutaten werden in kaltem, gewürztem Essig konserviert, was auch gleichzeitig den Geschmack intensiviert.

Beim Essig sollten Sie auf die unterschiedlichen Stärken und Geschmacksrichtungen achten. Er kann nach Belieben mit eigenen Kräutern nachgewürzt, oder bereits als Gewürzessig gekauft werden.

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Um die Pickles möglichst lange haltbar zu machen, sollten Sie die Gläser sterilisieren und in Essig kochen. Dennoch sollten sie innerhalb von sechs Monaten verzehrt werden, da sie sonst an Geschmack verlieren. Die Früchte werden zuerst für eine Nacht in eine Salzlake eingelegt, um ihnen Wasser zu entziehen, anschließend in das Glasgegeben und dieses dann mit Essig auffüllen. Verschließen Sie die Gläser gut.

Gemüse haltbar machen – In diesem Video sehen Sie Schritt für Schritt, wie das funktioniert:

Einsalzen

Das Einsalzen ist eine äußerst wichtige Methode um Gemüse haltbar zu machen. Salz entzieht dem Gemüse die Feuchtigkeit und somit die Grundlage für verschiedene Organismen, die Lebensmittel verderben. Außerdem mögen Bakterien kein Salz.

Anleitung: So machen Sie Lebensmittel haltbar

Und so geht’s: Nehmen Sie sauberes, frisches und vor allem absolut unbeschädigtes Gemüse. Besonders gut eignet sich selbst angebautes Gemüse, wie zum Beispiel Bohnen.

Legen Sie es in ein Gefäß (zum Beispiel Tontopf, Steingut) und füllen es mit einer zehnprozentigen Salzlake auf. Für diese Lake wird die entsprechende Menge Salz in Wasser eingerührt und unter weiterem Rühren aufgekocht.

Anschließend zugedeckt abkühlen lassen. Einen Teller auf das Gemüse legen und mit einem Stein beschweren. Dann rund drei Wochen bei Zimmertemperatur stehen lassen. Immer wieder kontrollieren, ob sich Schaum gebildet hat und diesen gegebenenfalls abschöpfen.

Nach drei Wochen etwa einen Zentimeter Pflanzenöl auf das Wasser gießen, um es zu versiegeln und dann das Gefäß zugedeckt an einen kühlen Ort stellen. Um das gesalzene Gemüse zuverarbeiten, wird die gewünschte Menge herausgenommen und das Salz eine halbe Stunde lang in kaltem Wasser ausgespült. Dann wie gewohnt garen.

Trocknen

Im Prinzip könnten Sie alle Produkte aus dem Garten trocknen, allerdings eignen sich die einen besser als andere. Dazu gehören Kräuter, ein paar Obst- und Gemüsesorten.

Das Trocknen ist das einfachste der Konservierungsverfahren, da keine »Zusatzstoffe» hinzugefügt werden müssen. Ganz im Gegenteil, dem Trockengut wird sogar etwas entzogen, nämlich Wasser. Das Trocknen eignet sich vor allem in wärmeren Gefilden, da dort Früchte und Kräuter wesentlich gründlicher und auch sehr viel schneller trocknen können.

Obst: Besonders zum Trocknen geeignet sind Aprikosen, Äpfel, Trauben, Pfirsiche, Pflaumen, Johannisbeerenund Feigen. Großes Obst wird zerteilt, Äpfel in dünne Scheiben geschnitten, Aprikosen und Pfirsiche halbiert. Pflaumen und andere kleinere Früchte können natürlich am Stück getrocknet werden. Ganze Früchte werden am besten zuvor noch kurz blanchiert, das heißt, sie werden für etwa eine Minute in kochendes Wasser gegeben und anschließend im kalten Wasser abgekühlt.

Gemüse: Gut trocknen lassen sich Erbsen, Bohnen, Spargel, Paprika und Zuckermais. Auch sie sollten zuerst blanchiert werden.

Kräuter: Sie müssen vorher nicht »vorbereitet» werden. Man hängt sie einfach in kleine Sträußchen gebunden auf oder legt sie direkt auf einen mit Maschendraht oder Nesseltuch bespannten Rahmen.

Zum Trocknen können Sie folgende »Hilfsmittel» verwenden:

✓ Holzrahmen: Sie eignen sich nicht nur für Kräuter, sondern auch zum Trocknen von Obst und Gemüse. Im Prinzip kann jeder Trockenrahmen, der luftdurchlässig ist, entweder im Freien oder auch an einem warmen Platz im Haus verwendet werden.

✓ Schränke: Als Trockenschrank kann man einen Schrank mit Schienen für mehrere Rahmen verwenden. Wer möchte, kann darunter einen Heizer oder Ofen stellen, um den Vorgang zu beschleunigen. Mittlerweile gibt es auf dem Markt auch Trockenschränke mit Solarenergie. Hier dringt, durch eine verstellbare Klappe, Luft in die Solaranlage und erhitzt sich zwischen einer Glasscheibe und einer schwarzen Rückwand. Die warme Luft steigt durch eine Steinschicht und durch den Trockenrahmen nach oben und zieht dann ab. Die Steine erhitzen sich tagsüber und halten somit auch nachts die Wärme, wodurch ein Feuchtigkeitsstau und somit ein Beschlagen der Glasscheibe verhindert wird.

✓ Backofen: Auch im Backofen kann getrocknet werden. Die Temperatur darf aber nicht zu hoch und die Tür muss immer offen sein.

Folgendes Video zeigt Ihnen, wie Sie Kräuter besonders schonend haltbar machen:

Sie sehen: Das Haltbarmachen Ihrer selbst angebauten Lebensmittel ist kein Hexenwerk!

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