Ihre eigene Gartensiedlung: Die wichtigsten Tipps

Lesedauer: 2 min | Von: Louisa Lehmann

Auch ohne aufwendige Tierhaltung könnten Sie sich autark ernähren – und zwar mit Obst- und Gemüseanbau. Dazu benötigen Sie jedoch eine eigene Gartensiedlung. Wie diese im Idealfall aussieht, wie Sie diese errichten und was Sie unbedingt beachten sollten, erläutere ich Ihnen jetzt.

Die eigene Gartensiedlung

Hier sei ein Pionier genannt: Heinrich Frantzen, der seine Gartensiedlung bereits vor über sechs Jahrzehnten im Kölner Raum anlegte. Von seinen Erfahrungen können Sie jedoch auch heute noch profitieren.

Seine Gartensiedlung sah folgendermaßen aus:

  • Gesamtfläche: 2.500 Quadratmeter, davon ein Hektar Kulturfläche
  • Haus, Brunnen mit Kraftanlage, zwei Abwasserbecken, kleiner Hofraum.
  • Frantzen legte großen Wert auf Obstbau und pflanzte deshalb alle Arten und viele Sorten, zusätzlich auch viele Beerenarten. Wie der richtige Obstanbau gelingt, sehen Sie in folgendem Video:
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Düngung:

Diese geschah mit pflanzlichen Komposten, die so lange rotteten, bis sie eine waldhumusartige Beschaffenheit angenommen hatten.

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Keinen Dünger bekamen die Feldkulturen. Sie wurden mit Stickstoff sammelnden Pflanzen (Lupinen, Wicken, Erbsen, Ackerbohnen und anderen Hülsenfrüchtlern) angebaut.

Frantzen säte manchmal auch weißen Senf, Phacelia, Sonnenblumen und ein Gemenge aus verschiedenen Gründüngungspflanzen ein. Er streute zudem Steinmehlin die Komposte und auf die Feldparzellen.

Windschutz:

Frantzen umgab das ganze Grundstück mit einem Erdwall. Das Material dafür gewann er durch den Aushub der Kellerräume. Als Windschutz pflanzte er Haselnüsse, die gleichzeitig auch als Fettquelle dienten.

Tipp: Nutzen Sie den Wind und ziehen Sie daraus Energie! Wir haben Ihnen in diesem Artikel vorgestellt, wie Sie durch eine eigene Windanlage autark sein können.

Anbau:

Frantzen hatte gute Erfolge mit dem Anbau von Mohn, Leinsamen und Walnussbäumen. Der Fettbedarf der Familie konnte damit mehr als gedeckt werden, als Eiweißquelle diente die Sojabohne.

Heinrich Frantzen war fest davon überzeugt, dass manauch ohne Vieh und Tierdünger wirtschaften und ausreichende Erträge erzielen kann. Er setzte den Nutzeffekt von Gründüngung und Stalldüngung gleich.

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