In Kryptowährung investieren: Macht das Sinn?

Lesedauer: 2 min | Von: Louisa Lehmann

Liebe Leser,

jüngst besprachen wir die beiden Geldmetalle, die ewigen Währungen Gold und Silber als Top-Investments für die Krisenvorsorge, ja für die Ewigkeit. Oft werden wir in dem Kontext gefragt, was wir von Investments in den sogenannten Digitalwährungen halten. In Kryptowährung investieren – ist das gerade sinnvoll? Darum geht es heute.

Naja, man könnte hier nur eine sehr kurze Antwort geben. Und zwar mit einem kurzen Hinweis: „was machen Sie mit Ihren Bitcoins bei einem mehrtägigen Ausfall der Strom- und Telekommunikationsversorgung“? Das ist die kurze und knappe Antwort auf die Frage. Bitconis oder andere sog. Digitalwährungen kann man leider nicht physisch in der Hand halten. Und in extremen Krisenzeiten scheiden sie damit definitiv aus. Punkt.

Weitere gravierende Nachteile von Kryptowährungen

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Das ist aber nur einer von vielen weiteren Punkten, ja Nachteilen, die gegen ein Krisenvorsorge-Investment in die Digitalwährungen sprechen. Der Bitcoin existiert rein immateriell. Zwar mag die dem Bitcoin zu Grunde liegende Blockchain-Technologie für die Finanzindustrie und den Handel durchaus interessant sein. Aber am Ende erfüllt der Bitcoin die wesentliche Geldeigenschaft wie die Zahlungsmittelfunktion nur sehr eingeschränkt.

Geldeigenschaften nur eingeschränkt erfüllt

Eine weitere elementar wichtige Geldeigenschaft erfüllt der Bitcoin im Gegensatz zum Gold absolut nicht: nämlich die Wertaufbewahrungsfunktion, welche angesichts der extremen Volatilität, der selbst ernannten Währung nicht gegeben ist. Schon der Präsident der Deutschen Bundesbank, Herr Weidmann, bemängelte angesichts der Volatilität des Bitcoin-Kurses die fehlende Wertbasis. Sog. Krypto-Token haben keinen intrinsischen Wert. Ganz im Gegensatz etwa zu einer Unze Krügerrand.  Punkt.

In Kryptowährung investieren: Macht das wirklich Sinn?

In Kryptowährung investieren oder lieber auf Edelmetalle setzen? Auch in einer immer digitaler werdenden Welt bleibt Gold Geld. Und Gold ist alternativlos als finanzielle Krisenvorsorge. Ganz im Gegensatz zu den Kryptowährungen, die laut Dr. Weidmann eher Spekulationsobjekte sind, bei denen der Investor den Totalverlust riskiert.

Wer hier zocken will, gerne.  Der Investor sollte aber immer hoffen, dass die Stromversorgung sichergestellt ist. Daher eignen sich diese Privatwährungen nicht als finanzielle Krisenvorsorge. Apropos Krise, morgen werden wir hier untersuchen, was mit den verschiedenen Anlagen passiert, wenn eine Bank untergeht. Spannende Frage, zweifelsohne.

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